Universitäten Mainz und Namibia arbeiten zusammen

Fünfzig Mikroskope für Namibia Universitätspräsident Georg Krausch zu Gast in Windhuk: Johannes Gutenberg-Universität Mainz unterstützt University of Namibia durch neues vorklinisches Labor sowie Beratung im Bereich der Prüfungsverwaltung Mainz, 22.04.13, voi Schon zum zweiten Mal ist der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, zu Gast an der größten namibischen Universität, der University of Namibia (UNAM). Gemeinsam mit dem dortigen Universitätspräsidenten, Prof. Dr. Lazarus Hangula, sowie dem deutschen Botschafter in Namibia, Onno Hückmann, eröffnet Krausch am heutigen Montag ein vorklinisches Labor, an dessen Ausstattung die Johannes Gutenberg-Universität Mainz wesentlich mitgewirkt hat. Allein 50 optische Mikroskope aus den Beständen der JGU konnten für die namibischen Studierenden zur Verfügung gestellt werden. Dies ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einer eigenständigen akademischen Ausbildung im Bereich der Medizin, die bis vor Kurzem in Namibia nicht möglich war. „Wir halten es für unverzichtbar, dass ein unabhängiges Land wie Namibia in die Lage versetzt wird, auch selbstständig Ärztinnen und Ärzte auszubilden“, so Krausch. Er wird auf Einladung des medizinischen Dekans der University of Namibia vom Leiter der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel, begleitet. Die University of Namibia wurde kurz nach der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1992 gegründet. Sie ist mit 13.000 Studierenden die einzige Volluniversität des Landes im südlichen Afrika. Neben dem zentralen Campus in Windhuk betreibt sie zehn weitere Standorte, die über das ganze Land verteilt sind. Der Präsident der Universität, Prof. Dr. Lazarus Hangula, ist ein ehemaliger Student der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der hier im Jahr 1984 seine Magisterprüfung in Geschichte erfolgreich absolvierte und im Jahr 1991 in Mainz promoviert wurde, bevor er in sein Heimatland zurückkehrte. Hangula pflegt nach wie vor enge freundschaftliche Beziehungen nach Mainz und freut sich über die wachsende Kooperation zwischen beiden Universitäten. „Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung in einem für unser Land sehr wichtigen Projekt“, so Hangula, „und wir wünschen uns für die Zukunft eine Ausweitung unserer Kooperationen.“ Dabei steht die materielle Unterstützung nicht im Vordergrund. Mindestens so wichtig sei, so Hangula, ein intensiver Meinungs- und Erfahrungsaustausch, der beiden Universitäten in ihrer Entwicklung hilfreich sein könne. Einen Schritt in diese Richtung ist das Zentrum für Datenverarbeitung (ZDV) der JGU gegangen. Der Leiter des ZDV, Univ.-Prof. Dr. André Brinkmann, ist gerade von einem einwöchigen Aufenthalt in Windhuk nach Mainz zurückgekehrt. Gemeinsam mit Mitarbeitern des universitären Rechenzentrums war er zu beratenden Gesprächen an der UNAM, um unter anderem die Mainzer Erfahrungen bei der Einführung einer computerbasierten Lehr- und Prüfungsverwaltung mit den namibischen Kollegen zu diskutieren. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz zählt mit rund 37.000 Studierenden aus über 130 Nationen zu den zehn größten Universitäten Deutschlands. Sie ist als internationaler Ort des Forschens und Lehrens der Grenzüberschreitung zwischen den Nationen und Kulturen in besonderer Weise verpflichtet. In Wissenschaft und Forschung, Studium und Lehre ist die JGU global vernetzt und kooperiert in einem Netzwerk von 145 Partnerhochschulen auf allen Kontinenten.

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