Muscheid setzt starkes Zeichen für Rasselstein

DGB-Landesvorsitzender Dietmar Muscheid: „ThyssenKrupp muss von der Schließung von Rasselstein Abstand nehmen“ Mainz/Neuwied, 23.04.13 DGB-Landesvorsitzender Dietmar Muscheid hat heute das von der Schließung bedrohte Rasselstein-Werk in Neuwied besucht und den Mitarbeitern seine volle Solidarität und Unterstützung versichert. „ThyssenKrupp muss von der Schließung des Werkes Abstand nehmen“, forderte er. Das Aus für den Feinblechhersteller würde den Verlust von 360 Arbeitsplätzen bedeuten. Welche Folgen eine Schließung in Neuwied für das Werk in Andernach haben könnte, ist noch ungewiss. Möglicherweise sind dort weitere Arbeitsplätze in Gefahr. Hintergrund ist ein harter Sparkurs des ThyssenKrupp-Konzerns. Der Stahlriese hat angekündigt, mindestens 2.000 Stellen abzubauen. Von rund 27.600 Mitarbeitern der europäischen Stahlsparte des Unternehmens sind rund 19.000 in Deutschland beschäftigt. „ThyssenKrupp hat sich durch milliardenschwere Fehlinvestitionen in diese Schieflage gebracht. Jetzt sollen die Mitarbeiter die verfehlte Unternehmenspolitik ausbaden. Das werden wir so nicht hinnehmen“, sagte Muscheid. „Die Anlagen hier sind auf einem technisch guten Stand. Hier ist mutiger Unternehmergeist statt eines drastischen Sparkurses gefragt. Wenn ThyssenKrupp nur will, hat Rasselstein eine Zukunft.“ „Für die Unternehmensleitung sind das vielleicht nur anonyme Zahlen,“ erklärte Muscheid mit Blick auf den drohenden Stellenabbau. „Aber wenn das Werk hier geschlossen wird, verlieren 360 Menschen ihre Einkommen. Deren Existenz und die ihrer Familien ist akut bedroht“, sagte Muscheid. Er selbst fühlt sich dem Werk in besonderer Weise persönlich verbunden. „Mein Vater hat hier in Rasselstein jahrelang gearbeitet. Umso besser kann ich nachvollziehen, was die Arbeitnehmer und ihre Familien derzeit durchmachen“, so Muscheid.

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