Malu Dreyer bei Vollversammlung Trier: Duale Ausbildung, Weiterqualifizierung, Hochschulzugang sichern

Vollversammlung der IHK Trier Ministerpräsidentin Dreyer: Gute Infrastruktur ist unverzichtbar Trier, 24.04.13 Die Bedeutung des Mittelstandes als wichtige Säule der Wirtschaft hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute bei der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Trier hervorgehoben: „Der Mittelstand ist das Herzstück unserer Wirtschaft“, sagte die Ministerpräsidentin. Malu Dreyer hob vor allem die Bedeutung der Ausbildung hervor: „Die Betriebe der Industrie- und Handelskammern haben den größten Anteil an der Ausbildung in diesem Land. 57 Prozent der jungen Menschen, die im vergangenen Jahr ihre Ausbildung gestartet haben, wurden von IHK-Betrieben eingestellt. Das ist ein wichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen Stabilität, zur Sicherung der Zukunft junger Menschen und des Wirtschaftsstandortes Rheinland-Pfalz“, sagte die Ministerpräsidentin. Sie freue sich, dass die Mitgliedsbetriebe sich auch für dieses Jahr vorgenommen haben, auf dem bisherigen Niveau oder mehr auszubilden. Malu Dreyer dankte in diesem Zusammenhang auch für das Engagement der Arbeitsgemeinschaft der IHK am Ovalen Tisch für Ausbildung und Fachkräftesicherung. Das seit 1994 bestehende Gremium erarbeite zurzeit eine neue Vereinbarung für eine landesweite Strategie zur Fachkräftesicherung, so die Ministerpräsidentin. Ein besonderes Anliegen werde es dabei sein, jungen Menschen ohne berufsqualifizierenden Abschluss einen zweiten oder dritten Anlauf für eine schulische oder duale Ausbildung zu ermöglichen. Rheinland-Pfalz sei bei dem Aspekt „Durchlässigkeit“ des Bildungssystems und „Aufstiegsmöglichkeiten“ Vorreiter. Ministerpräsidentin Dreyer: „Studieren ohne Hochschulzugang mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung war hier so früh möglich wie in keinem anderen Land. Und wir haben diesen Zugang vor zwei Jahren noch erweitert. Diese Optionen für junge Menschen tragen zur Attraktivität der Dualen Ausbildung bei. Ich will hier aber auch ausdrücklich die Bedeutung der Qualifizierung und Weiterbildung betonen, wie die IHK sie anbietet.“ Mit dem Weiterbildungsportal Rheinland-Pfalz sei vor eineinhalb Jahren gemeinsam eine Plattform geschaffen worden, die für Betriebe und interessierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gut nutzbar sei. Eine gute Infrastruktur sei für die Wirtschaft im Land unverzichtbar. „Infrastruktur ist ein Kernthema für die Attraktivität unseres Standortes. Gerade ein Flächenland wie Rheinland-Pfalz mit Regionen unterschiedlicher Voraussetzungen ist auf die gute Qualität von Infrastruktur angewiesen“, sagte die Ministerpräsidentin. Daher wolle die Regierungskoalition wichtige Verkehrsprojekte, unter anderem den Lückenschluss der A1, für den Bundesverkehrswegeplan anmelden. Insgesamt sieht die Landesregierung 90 Einzelmaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 4,2 Milliarden Euro vor.

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