Frauenquote in Aufsichtsräten: Land soll mit gutem Beispiel vorangehen

DGB-Recherchen zu Frauenanteil in Aufsichtsräten in Rheinland-Pfalz – Muscheid: „Land soll als gutes Beispiel vorangehen und eine Frauenquote einführen“

Mainz, 25.04.13. Der DGB unterstützt die Forderung nach einer Frauenquote in den Aufsichtsräten der Landesgesellschaften. „Auf Führungsebene dominieren noch immer die Männer. Das Land Rheinland-Pfalz könnte mit einer Quotenregelung ein Zeichen setzen“, sagt DGB-Landesvorsitzender Dietmar Muscheid. Muscheid verweist beispielhaft auf die Besetzung der Aufsichtsräte von 25 großen Unternehmen in Rheinland-Pfalz. Sie gehören zu den Top 100 Unternehmen mit Sitz in dem Bundesland: „Nach aktuellen Recherchen des DGB hat Nestlé Waters mit knapp 30 Prozent unter diesen Unternehmen den höchsten Frauenanteil in den Aufsichtsräten, gefolgt von Kimberly-Clark mit 25 Prozent – und auch das ist noch zu wenig“, sagt Muscheid. Bei BASF, Wasgau und Heberger Bau liegt nach DGB-Recherchen der Frauenanteil in den Aufsichtsräten bei rund 16 Prozent. Bei vier Unternehmen ist nach den vorliegenden Zahlen jeweils nur eine Frau im Aufsichtsrat vertreten. „In 16 dieser 25 großen Unternehmen sitzt keine einzige Frau im Aufsichtsrat. Es stünde dem Land gut zu Gesicht, hier als Beispiel voranzugehen und eine Frauenquote einzuführen“, sagt Muscheid. „Die Erfahrung lehrt: Freiwillige Vereinbarungen reichen nicht aus. Wir brauchen feste Quoten, um den Anteil der Frauen in Führungspositionen zu erhöhen“, sagt Muscheid und weist darauf hin, dass auch die Unternehmen davon profitieren, wenn sie sich von der faktischen Alleinherrschaft der Männer lösen: „Gemischte Führungsetagen sind nicht nur gut für das Betriebsklima, sondern auch für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen.“

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