Klimawandel verschlechtert Waldzustand

Waldzustand

Ministerin Höfken: Klimawandel belastet zunehmend unsere Wälder

Mainz, 25.04.13. „Unsere Wälder sind in einem kritischen Zustand, weil die Bäume neben den Luftschadstoffen auch zunehmend durch den Klimawandel belastet sind“, sagte Forstministerin Ulrike Höfken anlässlich der heute im Plenum anstehenden Debatte zum Waldzustandsbericht 2012. „Nach wie vor sind nur knapp ein Drittel der Bäume in Rheinland-Pfalz ohne Schäden, mehr als ein Viertel der Bäume zeigt deutliche Schäden“ führt Höfken an. Der Klimawandel sei dabei mittlerweile zum wesentlichen Schadensfaktor geworden. In den letzten beiden Jahrzehnten waren nahezu alle Vegetationszeiten zu warm und in der Mehrzahl zu trocken. Zudem häufen sich Schäden durch Sturm, Hagel und Trockenheit. „Dass wir mit Klimaschutz und Energiewende vorankommen, ist also entscheidend für den Schutz und die Zukunft unserer Wälder“, betont die Ministerin. „Daher ist der gescheiterte Versuch einer Stabilisierung des Emissionshandels im EU-Parlament in der letzten Woche eine Katastrophe für den Klimaschutz und bedeutet ein erneutes Versagen der Merkel-Regierung in der Klimaschutzpolitik“, so Höfken. Das sei besonders fatal, da die Bundesregierung die Finanzierung der Klimaschutzprojekte in Deutschland von den Einnahmen aus dem Emissionshandel abhängig gemacht habe. Nun würden künftig noch weniger Erlöse in Klimaschutzmaßnahmen fließen. Das habe auch ganz direkte Auswirkungen auf die Wälder in Rheinland-Pfalz. Denn für den geplanten Waldklimafonds blieben immer weniger Mittel. Von den ursprünglich geplanten 28 Millionen werde die Bundesregierung in diesem Jahr nur noch sieben Millionen bereitstellen. „Eine Anpassung der Wälder an den Klimawandel, die der Fonds eigentlich fördern will, ist damit kaum möglich“, bemängelt Höfken. In Rheinland-Pfalz wolle die Landesregierung Ihren Beitrag zum Klimawandel leisten „Wir ersetzen die Klimakiller durch erneuerbare Energien, zum Beispiel mit dem Ausbau der Windkraft in den waldreichen Höhenlagen.“ Auch der geplante Nationalpark im Hunsrück sei ein Beitrag. Der Nationalpark trage nicht nur zum Erhalt der Vielfalt und Schutz des Waldes bei, die Forschung im Schutzgebiet werde auch wertvolle Hinweise auf die natürliche Anpassungsfähigkeit der heimischen Baumarten liefern. „Und mit der Zertifizierung des Staatswaldes nach FSC sichern wir hohe Standards für den Umgang mit unseren Wäldern. Gesunde Bäume und Wälder, die sich selbst stabilisieren können, sind widerstandsfähiger gegen Luftschadstoffe und Wetterextreme“, so Höfken.

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.