Starke Teuerung bei Frischfleisch, Obst und Gemüse

Anstieg der Verbraucherpreise im April bei 1,1 Prozent – Inflationsdruck lässt weiter nach – Fleisch, Obst und Gemüse erheblich teurer

Bad Ems, 29.04.13. Im April 2013 lagen die Verbraucherpreise in Rheinland-Pfalz 1,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, ist dies die niedrigste Jahresteuerungsrate seit August 2010. Uneinheitlich verlief die Entwicklung bei den Energiepreisen, die im Vergleich zum Vorjahresmonat insgesamt um 0,4 Prozent zulegten. Während die Strompreise spürbar anstiegen (plus 10,7 Prozent), lagen die Preise für Mineralölprodukte deutlich unter dem Vorjahresniveau (minus 5,6 Prozent; davon Heizöl: minus 6,1 Prozent; Kraftstoffe: minus 5,4 Prozent). Überdurchschnittliche Preiserhöhungen waren dagegen bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken festzustellen (plus 3,5 Prozent). Insbesondere Fleisch und Fleischwaren (plus 5,9 Prozent) sowie Obst (plus 6,9 Prozent) und Gemüse (plus 5,3 Prozent) wurden spürbar teurer. So lagen die Preise für frisches Geflügelfleisch um 7,8 Prozent, für Wurstaufschnitt um 9 Prozent und für Schweinebraten um 10 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Auch für Auberginen (plus 33,7 Prozent), Blumenkohl (plus 46,5 Prozent) und für Salate (plus 17,8 Prozent) mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Veränderungen gegenüber März 2013 Im Vergleich zum Vormonat gaben die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent nach. Insbesondere der nach den Osterferien spürbare Preisrückgang bei Pauschalreisen (minus 20,5 Prozent) trug zu einer rückläufigen Teuerungsrate in der Hauptgruppe »Freizeit, Unterhaltung und Kultur« (minus 5,1 Prozent) bei. Im Vergleich zum März 2013 wurden auch Bekleidung und Schuhe (minus 0,8 Prozent) günstiger, während die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Wohnen (plus 0,1 Prozent), Gesundheitspflege (plus 0,2 Prozent) sowie Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (plus 0,2 Prozent) nahezu unverändert blieben. Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in Rheinland-Pfalz in 11 Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 700 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt.

Autorin: Merle Hattenhauer (Referat Mikrozensus, Haushaltserhebungen, Verdienste, Preise)

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