Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz deutlich gesunken

Arbeitsmarktzahlen

Dreyer/Schweitzer: Kompetenzen älterer Arbeitsloser nutzen

Mainz, 30.04.13. „Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen ist in Rheinland-Pfalz im April deutlich gesunken“, unterstrichen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeitsminister Alexander Schweitzer anlässlich der Bekanntgabe der aktuellen Arbeitsmarktzahlen heute in Mainz. Insgesamt waren im April 118.585 Menschen in Rheinland-Pfalz ohne Arbeit. Das sind mehr als 3.000 weniger als noch im Vormonat. Die Arbeitslosenquote beträgt derzeit 5,6 Prozent und sank gegenüber März um 0,2 Prozentpunkte. „Damit hat Rheinland-Pfalz weiterhin die drittniedrigste Arbeitslosenquote unter den Ländern“, betonten die Ministerpräsidentin und der Arbeitsminister. Dreyer und Schweitzer wiesen darauf hin, dass besonders die Jobaussichten der am Arbeitsmarkt benachteiligten Menschen verbessert werden müssen. „Trotz einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung profitieren Ältere von der insgesamt guten Situation auf dem Arbeitsmarkt bisher nur sehr unterdurchschnittlich. Aktuell sind 23.350 Personen über 55 Jahre arbeitslos, dies sind fast 20 Prozent aller Arbeitslosen. Dafür gebe es keine nachvollziehbaren Gründe. Neben den fachlichen Qualifikationen könnten vor allem die sozialen Kompetenzen Älterer eine wichtige Bereicherung für einstellende Betriebe sein. Zudem seien ältere Arbeitnehmer heute fitter und gesünder als in früheren Jahren und könnten länger am Erwerbsleben teilnehmen. Schweitzer betonte, wie wichtig es sei, in Zeiten, in denen Fachkräftesicherung und Zuwanderung vermehrt thematisiert würden, die arbeitslosen älteren Fachkräfte in Deutschland nicht zu vergessen. „Ich appelliere an Betriebe und Unternehmen, die Bewerbungen Älterer genauer zu prüfen und auch ihnen eine faire Chance zu geben“, so der Arbeitsminister. Gleichzeitig müsse die Bundesregierung dieses Problem aktiver und zielgerichtet angehen und arbeitslose Ältere intensiver unterstützen, unterstrich die Ministerpräsidentin. „Die Bundesagentur für Arbeit ist hier aufgefordert, passgenaue Programme für diese Altersgruppe aufzulegen. Seit dem Jahr 2012 steigt die Regelaltersgrenze um einen Monat pro Jahr an. Menschen, die noch zehn Jahre und länger bis zur Altersrente arbeiten müssen, dürfen nicht ohne Perspektive allein gelassen werden“, so Dreyer. Die Zahlen belegen, dass hier dringender Handlungsbedarf bestehe.

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