Lewentz: Zeitarbeit und befristete Verträge einschränken

Tag der Arbeit

Lewentz: „Schwarz-gelber Karren steckt tief im Dreck“

Mainz, 30.04.13. Zum Tag der Arbeit am 1. Mai bestärkt der Vorsitzende der SPD Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz, erneut die Forderungen nach einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn und greift die Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung in Berlin an. „Der 1. Mai ist in jedem Jahr das Datum, um eine Bilanz zu ziehen, wie es um die Arbeit, be- sonders aber, wie es um die Situation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland steht. Und wie so oft in den letzten Jahren müssen wir leider feststellen, die schwarz-gelbe Koalition in Berlin steht den Herausforderungen der Zeit rat- und tatenlos gegenüber. Sicher ist: Gute Arbeit hat ihren Wert und ist nicht umsonst zu haben. Es ist längst überfällig, dass endlich gehandelt wird und der ausbeuterischen Praxis, die sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen überall in der Republik widerspiegelt, endlich ein Riegel vorgeschoben wird. Dies kann nur durch einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn gewährleistet werden. Alle unsere Bemühungen in dieser Richtung wurden bisher jedoch durch Schwarz-Gelb torpediert“, sagte Roger Lewentz. Deutschland sei ein wohlhabendes Land. Dieser Wohlstand werde maßgeblich durch die gute Arbeit der Beschäftigten erwirtschaftet. Es stehe Deutschland deshalb schlecht zu Gesicht, wenn hier Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer trotz Vollzeitbeschäftigung nicht von ihrer Arbeit leben könnten, so Lewentz weiter. Gleichzeitig verurteilte der Landesvorsitzende den Missbrauch der Leiharbeit und die ausufernde Vergabe befristeter Arbeitsverträge gerade bei jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. „Wenn es nicht gelingt endlich umzusteuern, wird das langfristig verheerende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben. Der wirtschaftsliberale Karren, den die Bundesregierung hinter sich her zieht, steckt bereits ganz tief im Dreck“, so der SPD-Landesvorsitzende. Weil eine gute und sichere Arbeit entscheidend zur Lebenszufriedenheit der Menschen bei- trägt, setzt die SPD sich in Rheinland-Pfalz beständig für die Stärkung und Weiterentwicklung der Arbeitnehmerrechte ein. So schützt etwa das Landestariftreuegesetzt, dass bei öffentlichen Aufträgen einen Mindestlohn ansetzt, Tausende Beschäftigte vor Lohndumping. „Um die Situation der Beschäftigten zu verbessern sind starke Gewerkschaften unerlässlich. Ich danke deshalb den vielen gewerkschaftlich Engagierten für ihre wichtige Arbeit. Gemeinsam werden SPD und Gewerkschaften dafür arbeiten, dass die in vielen Bereichen aus dem Lot geratene Situation auf dem Arbeitsmarkt wieder ins Gleichgewicht gebracht wird“, ergänzte Roger Lewentz.

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.