Für eine barrierefreie und gerechte Gesellschaft

Mainzer behinderte Menschen träumen: Unsere Stadt im Jahr 2025

Mobilität: Im Jahre 2025 gibt es bei den Mainzer Verkehrsbetrieben endgültig nur noch Niederflur-Busse und –Straßenbahnen. Auch 80 % aller Busse der ORN sind barrierefrei zugänglich, ebenso 80 % aller Haltestellen im Mainzer Umland. Zwischen der Stadt Mainz und dem Flughafen Hahn verkehren nur noch Busse mit fahrzeuggebundener Einstiegshilfe. Das Kopfsteinpflaster in der Mainzer Altstadt ist flächendeckend um eine leicht berollbare Wegeführung ergänzt, in die auch ein Blindenleitsystem integriert ist. Barrierefreiheit 80 % der Ampeln im Mainzer Stadtgebiet und 40 % aller Ampeln im Landkreis Mainz-Bingen sind als Blindenampeln mit akustischem Signalgeber umgerüstet. Alle Mainzer Haltestellen haben inzwischen eine elektronische Anzeigetafel zur Darstellung der Ankunftszeiten der Busse und Bahnen. Das Blindenleitsystem der Mainzer Innenstadt wurde auf die angrenzenden Stadtgebiete erweitert. Somit sind jetzt 50 % der Mainzer Innenstadt mit dem Blinden-Leitsystem ausgestattet. Alle öffentlich geförderten Einrichtungen, Ämter, Dienststellen, Verwaltungen und Beratungs- stellen sind barrierefrei und tragen die anfallenden Kosten für Gebärdensprachdolmetscher. Alle privat-öffentlichen Anbieter haben dafür gesorgt, dass ihre Angebote barrierefrei zu nutzen sind: Einzelhandelsgeschäfte, Maklerbüros, Kneipen und Gaststätten …. 80 % aller Restaurants verfügen über eine barrierefreie Toilette. In 40 % aller gastronomischen Betriebe gibt es Speise- und Getränkekarten in Brailleschrift, Großdruck und in akustischer Version. Alle Spielplätze sind barrierefrei. Alle Filme und Sendungen von SWR und ZDF werden mit Audiodeskription, Untertiteln und Übersetzung in Gebärdensprache angeboten. Alle an die Öffentlichkeit gerichteten Schriften und Informationen sind in leichter Sprache, in Brailleschrift und in Großdruck als Printversion sowie als Dateien verfügbar. Gesundheit Neu eröffnete Arztpraxen sind für Menschen mit Geh-, Seh- und Hörbehinderungen ohne Barrieren nutzbar und haben eine barrierefreie Toilette. Öffentliche und private Kliniken und Kurhäuser verfügen über ein Blindenleitsystem und tragen die Kosten für Gebärdensprach- dolmetscher. Erziehung und Bildung Es gibt keine Sonderkindergärten und Schwerpunktschulen mehr: alle Kinder besuchen die gleiche Kita bzw. Schule und erhalten dort die ihren Fähigkeiten entsprechende Förderung. Bis zum Schulbeginn kennen alle Kinder das Fingeralphabet. Schon in der Grundschule lernen die Kinder die Deutsche Gebärdensprache. Gebärdensprache und Sonderpädagogik gehören in der Lehrerausbildung zu den Pflichtfächern. Wohnen und Assistenz Es werden keine weiteren Wohnheime mehr für behinderte Menschen gebaut. Stattdessen leben (auch schwerst-mehrfach-) behinderte Menschen in zunehmender Zahl mitten in der Gemeinde. Es gibt zur Unterstützung flächendeckend Angebote wie „Betreutes Wohnen“, Assis- tenz und das „Persönliche Budget“. Überall in dir Stadt gibt es barrierefreien und bezahlbaren Wohnraum. Arbeit Im Jahre 2025 gibt es fünfmal mehr Menschen als heute, die statt in der Werkstatt für Behinderte auf dem „normalen“ Arbeitsmarkt tätig sind. Sie nutzen hierfür das „Budget für Arbeit“.

Initiativkreis zur Gleichstellung behinderter Menschen Mainz Selbstbestimmung – jetzt ! Vom Traum zur Wirklichkeit Aktionstag am 03. Mai 2013 Vor dem Staatstheater Mainz Programm 12:00 Uhr Eröffnung mit Musik der WfbM – Band und dem Landesbeauftragten Matthias Rösch Rahmenprogramm mit Blinden – Parcours, Essen und Trinken 13:00 Uhr Auftritt der Clowns 13:30 Uhr Moritat zum Aktionstag von und mit Dieter Waidosch 20 Jahre Behindertenbeauftragte Marita Boos-Waidosch im Amt 14:00 Uhr Interview mit Staatssekretär David Langner und Sozialdezernent Kurt Merkator Moderation: Hans Peter Terno, www.landeszeitung-rlp.de 14:30 Uhr Debattierclub der Universität Mainz Thema: Eine Schule für alle – oder gegliedertes Schulsystem 15:00 Uhr Ausklang mit Musik Gebärdendolmetscher anwesend

Bündnispartner: Behindertenbeirat der Stadt Mainz, Behindertenbeauftragte der Stadt, Autonomes Behindertenreferat des ASTA, ZSL Mainz, NRD, WfbM Mainz, DMSG, Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte, Blinden- und Sehbehindertenverband, Behindertenbeauftragter Mainz 05, LAG Selbsthilfe, Lebenshilfe, Commit cbf, v.i.s.d.p: Commit cbf, Ruth Jaensch, 55118 Mainz, Josefsstr. 54-56

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