Malu Dreyer fordert Regulierung der Schattenbanken

Europawoche 2013 Ministerpräsidentin Malu Dreyer: EU muss zügig Vorschläge zur Regulierung von Schattenbanken machen“

Mainz, 04.05.13. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat zu einem gemeinsamen Vorgehen der EU-Staaten gegen Schattenbanken und so genannte Offshore-Finanzplätze aufgerufen. Im Rahmen der siebten EU-Projektwoche der Bundesländer sagte die Ministerpräsidentin: „Es darf nicht sein, dass sich nach der Verabschiedung wichtiger regulatorischer Anforderungen an Banken im Rahmen von Basel III ein weitgehend unregulierter Bereich davon absetzt und seine zunehmende Größe und Verflechtung mit dem regulierten Bereich wieder zu einer Bedrohung für das weltweite Finanzsystem werden kann“, so Malu Dreyer. Der Finanzstabilitätsrat, ein Zusammenschluss der Finanzaufsichtsbehörden der wichtigsten Staaten, hatte vergangenen November für 2011 das Anlagevolumen des Schattenbankensektors auf 67 Billionen US-Dollar beziffert. Angesichts dieser Größenordnungen sei es zu begrüßen, dass die Regulierung dieser Finanzakteure nun von vielen internationalen Gremien und Aufsehern in den Vordergrund gerückt werde, sagte Malu Dreyer. „Die EU muss hier mit Regulierungsvorschlägen eine Vorreiterrolle übernehmen“, forderte die Ministerpräsidentin. „Europa trägt auch in Form der Staatsschuldenkrise noch immer schwer an den Auswirkungen der letzten Finanzkrise, seine Bürgerinnen und Bürger wollen zu Recht nicht wieder für unverantwortliches Handeln und Profitgier von Finanzakteuren in Haftung genommen werden“, sagte Malu Dreyer und verwies auf die Beschlüsse der Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten: „Kein unregulierter Finanzplatz, kein unregulierter Akteur und kein unreguliertes Produkt – das war die Vorgabe. Bei der Umsetzung sind wir auf dem Weg, aber noch lange nicht am Ende.“

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