Europäischer Sozialfonds fördert hochindividualisierte Kurse zur Alphabetisierung

Europäischer Sozialfonds

Schweitzer: ESF fördert Alphabetisierungskurse im Land

Mainz, 06.05.13. „Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist ein hervorragendes Beispiel für die soziale Dimension der europäischen Integration, von dem die Menschen in Rheinland-Pfalz in vielfältiger Weise profitieren“, erklärte Arbeitsminister Alexander Schweitzer heute in Mainz. So werden im Jahr 2013 in Rheinland-Pfalz Alphabetisierungskurse mit rund 220.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Dadurch können landesweit rund 640 Menschen an den Kursen teilnehmen. Nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie verfügen etwa 14 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung in Deutschland nicht über ausreichende Kenntnisse im Lesen und Schreiben. „Deshalb richten sich die speziellen Kurse an ‚funktionale‘ Analphabeten, die zu den am meisten benachteiligten Personen am Arbeitsmarkt gehören“, so der Minister. Um hier Unterstützung zu leisten, bieten die Volkshochschulen und andere Bildungseinrichtungen in vielen rheinland-pfälzischen Kommunen Alphabetisierungskurse an. „Die Betroffenen werden bedarfsgerecht beraten, begleitet und unterstützt – individuell und vertraulich“, hob der Minister hervor. Die Kurse seien auf den jeweiligen Lernstand zugeschnitten, vermittelten grundlegende schriftsprachliche Kompetenzen in der Alltags- und Berufskommunikation und unterstützten Lernende dabei, die Lese- und Schreibanforderungen selbständig zu bewältigen. „Die Kursangebote orientieren sich an der persönlichen Situation der Teilnehmenden und stärken gezielt individuelle Kompetenzen. So kann es gelingen, zu einer persönlichen Stabilität der Betroffenen beizutragen sowie eine berufliche und gesellschaftliche Perspektive und Teilhabe zu ermöglichen.“ In Rheinland-Pfalz eröffne der ESF durch Beratung, Weiterbildung und Qualifizierung jährlich rund 40.000 Menschen neue berufliche Perspektiven. „Die rund 350 ESF-Projekte im Land richten sich in erster Linie an Menschen, die am Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Besonders Jugendliche am Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf, Menschen mit Migrationshintergrund, Ältere, Frauen sowie Menschen mit Behinderungen sind die wichtigsten Zielgruppen der ESF-Förderung“, sagte der Arbeitsminister. Darüber hinaus werden vor dem Hintergrund des Strukturwandels in der Wirtschaft und des demografischen Wandels auch Projekte zur Steigerung der Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Beschäftigten durchgeführt. Insgesamt fließen in der Förderperiode 2007 bis 2013 rund 114 Millionen Euro an ESF-Mitteln aus Brüssel nach Rheinland-Pfalz, die vom Arbeitsministerium umgesetzt werden. Weitere Informationen zum ESF in Rheinland-Pfalz finden Sie auf www.esf.rlp.de.

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