Den ganzen Tag arbeiten und nach Feierabend zum Job-Center Geld beantragen

DGB-Landesvorsitzender Dietmar Muscheid: „Immer mehr Vollzeitbeschäftigte in Rheinland-Pfalz verdienen zu wenig, um davon zu leben.“

Mainz, 08.05.13. „In Rheinland-Pfalz verdienen immer mehr Menschen zu wenig, um davon leben zu können, obwohl sie in Vollzeit arbeiten“, sagt DGB-Landesvorsitzender Dietmar Muscheid. Nach aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit waren 2012 in Rheinland-Pfalz 9.724 Erwerbstätige vollzeitbeschäftigt und trotzdem auf staatliche Leistungen angewiesen, weil ihr Einkommen unter dem Existenzminimum lag. Zum Vergleich: 2011 lag die Zahl der Aufstocker mit Vollzeitstelle bei 9.215. „Das ist besonders erschreckend, weil die Zahl der Erwerbsfähigen, die Grundsicherung beziehen, insgesamt zurückgegangen ist“, erklärt Muscheid. Laut Agentur für Arbeit waren 2012 in Rheinland-Pfalz insgesamt 154.825 erwerbsfähige Personen auf Grundsicherung angewiesen, 2011 waren es 160.200. „Wir dürfen nicht hinnehmen, dass immer mehr Menschen den ganzen Tag arbeiten und am Ende des Monats das Geld trotzdem nicht reicht“, so Muscheid. Er fordert deshalb die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes von 8,50 Euro. „Außerdem muss dem Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen ein Ende gemacht werden. Gleiche Arbeit muss auch gleich bezahlt werden“, fordert Muscheid.

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