Internationaler Spitzenforscher an Universitätsmedizin Mainz

Prof. Dr. Wolfram Ruf erhält Alexander von Humboldt-Professur –Verleihung durch Bundesforschungsministerin Wanka in Berlin Stärkung des Forschungsschwerpunkts Vaskuläre Prävention der Universitätsmedizin Mainz – Auszeichnung für Wissenschaftsstandort Mainz

Mainz, 09.05.13 (rdr). Sieben Forscher aus dem Ausland haben heute in Berlin den höchstdotierten Forschungspreis Deutschlands erhalten und sind künftig Inhaber einer Alexander von Humboldt-Professur. Unter ihnen ist Spitzenforscher Prof. Dr. Wolfram Ruf, der am 1. April aus den USA an die Universitätsmedizin Mainz gewechselt ist. Der renommierte Blutgerinnungsforscher wird am hiesigen Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) ein Grundlagenforschungsprogramm etablieren, um die durch die Blutgerinnung hervorgerufenen Prozesse auf zellulärer Ebene zu erforschen. Erkenntnisse auf diesem Gebiet könnten der Schlüssel zur Entwicklung neuer Therapien gegen Entzündungs- oder Herzkreislaufkrankheiten sein. Verliehen wurden die Alexander von Humboldt-Professuren durch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, und den Präsidenten der Alexander von Humboldt-Stiftung, Prof. Dr. Helmut Schwarz. Das Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) der Universitätsmedizin Mainz hat, gemeinsam mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), erstmals erfolgreich eine Alexander von Humboldt-Professur eingeworben. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Alexander von Humboldt-Professur ermöglicht die Durchführung langfristiger zukunftsweisender Forschungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland. Das Preisgeld in Höhe von 5 Millionen Euro für experimentell arbeitende Wissenschaftler wird über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung gestellt. „Mit Professor Dr. Wolfram Ruf gewinnen wir einen international ausgewiesenen, exzellenten Forscher für das Mainzer Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH)“, betont der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch. „Der Erfolg in dem ausgesprochen harten Wettbewerb um eine der renommierten Alexander von Humboldt-Professuren bestätigt das attraktive wissenschaftliche Umfeld und die Perspektive, die wir hoch qualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der JGU und der Universitätsmedizin Mainz bieten.“ Bislang war Professor Ruf an einer der führenden Forschungsinstitute, dem Scripps Institute in La Jolla, USA, tätig. Für den wissenschaftlichen Vorstand der Universitätsmedizin, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann, ist die Berufung von zentraler Bedeutung für die Forschungsstrategie der Universitätsmedizin Mainz: „Die Verpflichtung von Professor Ruf hat für die Universitätsmedizin Signalwirkung. Spitzenforscher seines Formats stärken die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Hochschulstandorts Mainz nachhaltig. Mit dieser Berufung geht einerseits der dynamische Ausbau des Forschungsschwerpunkts ‚Vaskuläre Prävention’ der Universitätsmedizin einher, andererseits bestehen enge inhaltliche Verbindungen mit dem Forschungszentrum Immunologie.“ Professor Ruf gilt als international ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Blutgerinnungsforschung und wird am CTH mit seinem Grundlagenforschungsprogramm einen wichtigen Beitrag zu einem tiefgreifenden Verständnis der vielseitigen Wechselwirkungen zwischen dem Blutgerinnungssystem und Entzündungsreaktionen leisten. Konkret will Ruf mit seinem neuen Forschungsteam beispielsweise herausfinden, wie durch Gerinnungsfaktoren hervorgerufene Signale in den Zellen des Immunsystems weitergeleitet werden und letztlich Entzündungsreaktionen beeinflussen. „Wenn wir verstehen, was bei der Blutgerinnung auf zellulärer Ebene passiert, dann ist das potentiell der Schlüssel für neue Therapien gegen eine ganze Reihe von Krankheiten wie Krebs, Arteriosklerose, chronische Entzündungskrankheiten und Stoffwechselstörungen“, betont der Wissenschaftliche Direktor des CTH, Prof. Dr. Ulrich Walter, der bereits 2011 die Initiative zur Beantragung einer Humboldt-Professur ergriffen hatte und sich nun über die erfolgreiche Etablierung freut. Dabei verfolgt Professor Ruf laut Walter einen interdisziplinären Ansatz, der hervorragend zu den Strukturen und Forschungsprojekten des CTH – eines von acht vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Integrierten Forschungs- und Behandlungszentren – passt.

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