Europäischer Sozialfonds wirkt auch in Altenkirchen

Europäischer Sozialfonds

Alexander Schweitzer: Kreis Altenkirchen profitiert vom Europäischen Sozialfonds

Altenkirchen, 10.05.13. „Die Menschen in Rheinland-Pfalz profitieren von der Europäischen Union in vielfältiger Weise. Dies zeigt sich beispielsweise dort, wo Projekte im Land aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert werden“, sagte Arbeitsminister Alexander Schweitzer heute in Mainz. Der ESF fördert auch Projekte im Westerwald, wie zum Beispiel den „Jugendscout“ der Kreisverwaltung Altenkirchen. „Der Jugendscout hat die Aufgabe, die berufliche und soziale Integration von Jugendlichen unter 25 Jahren zu ermöglichen, die wegen sozialer Benachteiligung oder individueller Beeinträchtigung besondere Schwierigkeiten beim Übergang in Ausbildung und Beruf haben“, erklärte der Minister. Das Projekt richte sich an Jugendliche ohne Schulabschluss, Ausbildungsabbrecher, längerfristig Arbeitslose, Jugendliche mit Migrationshintergrund, psychisch belastete oder schwer vermittelbare Jugendliche. Der Jugendscout sucht die Jugendlichen auf, die vorhandene Angebote zur beruflichen Eingliederung nicht oder nicht mehr in Anspruch nehmen oder mit diesen bislang nicht eingegliedert werden konnten. Durch Aktivierungs-, Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote werden die Jugendlichen unterstützt und ihre Chancen auf Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt wieder verbessert. Schweitzer begrüßte die Zusammenarbeit zwischen Jugendscout, Jugendamt, der Jugendgerichtshilfe, der Schulsozialarbeit, dem Jobcenter und weiteren Stellen. „In enger Abstimmung finden die beteiligten Akteure individuell passende Lösungsmöglichkeiten für die betroffenen Jugendlichen, die auch deren jeweilige Lebenssituation berücksichtigen.“ Der Jugendscout wird mit rund 12.500 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Insgesamt werden im Jahr 2013 19 ESF-Projekte im Kreis Altenkirchen durchgeführt. Die Kofinanzierung dieser Projekte aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds beträgt rund 950.000 Euro. Landesweit werden 37 Jugendscouts gefördert. Die Kofinanzierung aus ESF-Mitteln für den Jugendscout beträgt rund 455.000 Euro. Insgesamt fließen in der Förderperiode 2007 bis 2013 rund 114 Millionen Euro an ESF-Mitteln aus Brüssel nach Rheinland-Pfalz, die vom Arbeitsministerium umgesetzt werden. In Rheinland-Pfalz eröffne der ESF durch Beratung, Weiterbildung und Qualifizierung jährlich rund 40.000 Menschen neue berufliche Perspektiven. Die rund 350 ESF-Projekte im Land richteten sich in erster Linie an Menschen, die am Arbeitsmarkt benachteiligt seien. Besonders Jugendliche am Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf, Menschen mit Migrationshintergrund, Ältere, Frauen sowie Menschen mit Behinderungen stellten die wichtigsten Zielgruppen der ESF-Förderung dar. Darüber hinaus würden vor dem Hintergrund des Strukturwandels in der Wirtschaft und des demografischen Wandels auch Projekte zur Steigerung der Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Beschäftigten durchgeführt. Weitere Informationen zum ESF in Rheinland-Pfalz sind auf der Webseite www.esf.rlp.de zu finden.

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