Gute Förderung macht Sitzenbleiben überflüssig

Fördern statt nicht versetzen

Mainz, 15.05.13. Im Schuljahr 2011/12 sind in Rheinland-Pfalz 7465 Schülerinnen und Schüler sitzengeblieben. Das gab das Statistische Landesamt bekannt. Legt man die Zahlen der Studie des bekannten Bildungsforschers Klaus Klemm über die Ausgaben für Klassenwiederholungen zugrunde, ergeben sich daraus geschätzte Ausgaben von insgesamt zirka 35 Millionen Euro. Dazu Ruth Ratter, Bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz: „Die erfreulich niedrige Quote der nichtversetzen Schülerinnen und Schüler belegt, dass wir in Rheinland-Pfalz in Sachen gezielter individueller Förderung auf dem richtigen Weg sind. Die rheinland-pfälzischen Lehrkräfte leisten dabei eine hervorragende Arbeit. Wir müssen uns fragen, ob wir das Sitzenbleiben aufrecht erhalten wollen, wo doch dessen Nutzen wissenschaftlich hinreichend widerlegt wurde. Wir haben uns daher zum Ziel gesetzt, die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern weiter voranzutreiben und so Sitzenbleiben in Zukunft überflüssig zu machen. Davon profitieren alle Kinder. Es geht dabei darum, das Geld da einzusetzen, wo es unser Bildungssystem weiter voranbringt.“ Die rheinland-pfälzische CDU beharrt hingegen auf das „Sitzenbleiben“. Sie mutmaßt, daß der Schulversuch, Sitzenbleiben durch vermehrte individuelle Förderung zu vermeiden, zum faktischen Abschaffen des Sitzenbleibens führe. So verschwände der notwendige Wettbewerbscharakter der Schule. Guter Wissenserwerb erfolgt allerdings nicht durch Wettbewerb, sondern die Erkenntnis der SchülerInnen, daß dieses Wissen für sie wichtig ist, führt hingegen der Verein Partizipation e.V. an. Dabei sei es notwendig, Unterrichtsmodelle zu fördern, die es stärkeren SchülerInnen ermöglicht, Schwächerern beim Wissenserwerb zu helfen.So kommen letztgenannte beim Wissenserwerb mit und bei den stärkeren SchülerInnen verfestigt sich das erworbene Wissen.

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