Familienunternehmen haben Zukunft


Unternehmen

Familienunternehmen: Tragende Säule für den Mittelstand

Neuwied, 17.05.13. Finanzierung, Fachkräftemangel, Führungskräfte-Recruiting – die Herausforderungen, denen sich Familienunternehmen heutzutage stellen müssen, standen im Mittelpunkt der Veranstaltung, zu der die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz nach Neuwied eingeladen hatte. Unterstützt wurde die Veranstaltung von den Volks- und Raiffeisenbanken Neuwied-Linz eG, der Industrie- und Handelskammer Koblenz, der Handwerkskammer Koblenz sowie den Wirtschafts- und Steuerexperten Dr. Dienst und Partner. Die Themen Finanzierung, Steuern und die Diskussionen rund um weibliche Führungskräfte, die Suche nach Fachkräften und die Förderung der Familienmitgliedern, die in den Unternehmen überdurchschnittlich oft engagiert sind, stießen auf großes Interesse bei den Teilnehmern. „Bei rund 90 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen in Rheinland-Pfalz handelt es sich um Familienunternehmen“, sagte Wirtschaftsministerin Eveline Lemke. „Diese Betriebe stellen über die Hälfte der Arbeitsplätze unseres Landes und sind damit eine tragende Säule für den Mittelstand. Deshalb möchten wir sie dabei unterstützen, sich auch in Zukunft mit qualifizierten Fachkräften am Markt zu behaupten.“ „Familienunternehmen haben aufgrund ihrer Strukturen spezielle Anforderungen an die Finanzierung von Investitionen. Damit sie Marktchancen nutzen, Innovationen schnell realisieren und den langfristigen Erfolg ihres Unternehmens sichern können, bieten wir individuell zugeschnittene Finanzierungs- und Fördermodelle an“, sagte Dr. Ulrich Link, Mitglied des ISB-Vorstandes, im Gespräch mit Wolfgang Geisen, Geschäftsführender Gesellschafter der Bäckerei Geisen GmbH, und Franz-Jürgen Lacher, Vorstandssprecher der Volks- und Raiffeisenbank Neuwied-Linz eG. Eine der größten Herausforderungen für Familienunternehmen ist die Suche nach qualifizierten Fachkräften und Auszubildenden, ebenso wie die frühzeitige Planung der Nachfolgeregelung an der Unternehmensspitze und die Neueinstellung von geeigneten Führungskräften. Über die Möglichkeiten und Herausforderungen kleiner und mittelständischer Unternehmen, genau die Mitarbeiter einzustellen, die sie brauchen, diskutierten Ralf Lawaczeck, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Koblenz, Stephanie Binge, Leiterin Betriebsberatung und Wirtschaftsförderung der Handwerkskammer Koblenz, und Arnd Spitzlei, Geschäftsführender Gesellschafter der Görres-Druckerei und Verlag GmbH. Über die steuerliche und betriebswirtschaftliche Unternehmensführung informierte Doris Reifenrath, Wirtschaftsprüferin, Steuerberaterin und Partnerin von Dr. Dienst & Partner GmbH & Co. KG. Sie berichtete aus ihrer täglichen Erfahrung mit Familienbetrieben und den Fragestellungen, die für diese Unternehmen typisch sind. Die Krise der Währungsunion und die wirtschaftliche Entwicklung waren Themen des Vortrags von Henning Krumrey, stellvertretender Chefredakteur und Leiter des Hauptstadtbüros der WirtschaftsWoche. „Erst hat Deutschland vom Euro profitiert, jetzt profitiert es auch noch von der Euro-Krise. Aber das wird sich rächen. Wenn sich die Lage wieder normalisiert, wird es gefährlich für uns. Dann treffen uns Inflation und die enormen Zinslasten“, so Krumrey. Im Anschluss an die Veranstaltung nutzten die rund 140 Gäste die Gelegenheit zum Netzwerken und Erfahrungsaustausch.

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