Universitätsbibliothek Mainz hat Federführung zur akademischen Integrität


Uni Mainz bündelt Aktivitäten zur Verhinderung von wissenschaftlichem Fehlverhalten – Universitätsbibliothek hat Federführung bei dem Projekt „Akademische Integrität“ – Homepage www.akin.uni-mainz.de – erste Info- und Anlaufstelle

Mainz, 17.05.13. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) setzt sich für akademische Integrität ein und ist darum bemüht, Fehlverhalten, sei es auf Seiten der Studierenden oder auf Seiten der Lehrenden und Forschenden, zu verhindern. Zu diesem Zweck wurde die Universitätsbibliothek (UB) mit dem Projekt „Akademische Integrität“ betraut. Es soll „angemessene Maßnahmen zur Identifizierung, Prävention, Erkennung und Sanktionierung akademischen Fehlverhaltens“ entwickeln. Dabei handelt es sich weniger um Maßnahmen zur Kontrolle und zur Verfolgung von falschem Verhalten, sondern vielmehr darum, das Bewusstsein für das Problem zu schärfen, Sichtbarkeit zu schaffen und Ideen zu entwickeln, wie alle Bereiche der Universität sinnvoll gemeinsam vorgehen können, erklären die Projektverantwortlichen der UB. Das Projekt „Akademische Integrität“ ist ein Teilprojekt des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten universitätsweiten Programms zur Verbesserung der Lehre „Lehren – Organisieren – Beraten“ (LOB). Hintergrund der neuen Initiative sind vor allem die Plagiatsdiskussionen der letzten zwei Jahre und die neuen technischen Gegebenheiten, die es notwendig machen, neue Wege zu beschreiten, um wissenschaftliche Standards durchzusetzen. Dabei sind keine pauschalen Lösungen zu erwarten. Zum einen haben die vielen unterschiedlichen Fachkulturen unterschiedliche Regeln guter wissenschaftlicher Praxis entwickelt, zum anderen sind die Problemfelder akademischen Fehlverhaltens recht vielfältig, sodass sach- und fallgerechte Vorgehensweisen gefordert sind. „Wir wollen insbesondere über unsere Homepage Informationen für alle Zielgruppen bereitstellen und die bislang auf dem Campus verstreuten Angebote bündeln und bekanntmachen“, erklärt Nicole Walger von der UB. So gibt es auf der Internetseite des Projekts www.akin.uni-mainz.de Infos für Studierende und für Promovierende, für Lehrende und für Forschende sowie für alle anderen Interessierten. „Wissenschaftliches Fehlverhalten wird nicht unbedingt geplant, sondern entsteht häufig aufgrund von Unkenntnis. Die Homepage ist erste Anlaufstelle für alle, die Fragen haben, die sich informieren möchten oder Hilfe benötigen“, erklärt Projektmitarbeiter Dominik Schuh. Außer der Universitätsbibliothek, bei der die Federführung für das Projekt „Akademische Integrität“ liegt, sind auch andere Bereiche der Universität wie das Zentrum für Datenverarbeitung (ZDV) und das Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung (ZQ) involviert. Beispielsweise prüfen sie, welche Detektionssoftware geeignet sein könnte, um Plagiate aufzuspüren. Für Lehrende soll hierzu auch ein Online-Beratungsangebot aufgebaut werden. Einzelheiten zu dem Projekt und darüber hinaus werden alle Interessierten im Juli erfahren können, wenn die Universitätsbibliothek zur zweiten Mainzer Tagung zur Akademischen Integrität einlädt. Schwerpunktthema ist diesmal die Ursache von wissenschaftlichem Fehlverhalten.

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