Demografischen Wandel für Jung und Alt positiv gestalten


Das Alter wird bunter und vielfältiger

Mainz, 18.05.13. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat am Pfingstsamstag beim Open Ohr Festival in Mainz dafür geworben, die positiven Seiten des demografischen Wandels stärker herauszustellen. „Wenn wir den Wandel aktiv gestalten, wird er zur Chance für Rheinland-Pfalz und Deutschland“, sagte die Ministerpräsidentin beim Eröffnungspodium auf der Bühne Drususstein. Gemeinsam mit der Psychologin Dr. Catherine E. Bowen, dem früheren Model Astrid Bittner-Utsch und der Schauspielerin und Fastnachtsikone Margit Sponheimer diskutierte die Ministerpräsidentin über neue Altersbilder in unserer Gesellschaft. „Das Alter wird bunter und vielfältiger. Heute geht es nicht mehr nur darum, für das Alter vorzusorgen. Für viele geht es um zehn, zwanzig oder gar dreißig Jahre, die sie als ältere Menschen leben und gestalten können“, so Dreyer. Das Alter sei heute ein Prozess, der länger dauere als unsere Jugend. Deshalb sei ein neues Altersbild notwendig. „Darüber brauchen wir eine Diskussion, die die Landesregierung fördert. Wir wollen, dass Jung und Alt gemeinsam Zukunftsprojekte und einen neuen Umgang mit dem Alter entwerfen, zum Beispiel durch generationsübergreifende Projekte oder neue Wohnformen“, sagte die Ministerpräsidentin. Dass die Menschen heute älter werden und länger fit bleiben, sei ein Geschenk für den Einzelnen und für die Gesellschaft. Dazu gehöre beispielsweise das ehrenamtliche Engagement und die Hilfe, die ältere Menschen anbieten. „Mit dem neuen Projekt ‚Ich bin dabei‘ will die Landesregierung gezielter auf die vielen Seniorinnen und Senioren zugehen, die sich nach ihrem Berufsleben ehrenamtlich engagieren wollen. Deren Zahl hat sich in mehr als verdoppelt“, erläuterte die Ministerpräsidentin. Margit Sponheimer sei dafür ein gutes Beispiel, denn sie stelle ihr Talent und ihre Bekanntheit in den Dienst zahlreicher Benefizveranstaltungen. Nach einer aktuellen Umfrage, die die Landesregierung in Auftrag gegeben habe, könnten bis jetzt noch 95 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer gut mit den Folgen der Demografie umgehen und seien mit ihrem Leben zufrieden. Gleichwohl würden sie aber auch die Herausforderungen sehen, die damit verbunden seien und die sich regional sehr unterschiedlich verteilen. „Die Umfrage hat auch gezeigt, dass die Menschen erwarten, dass der Staat sich um die Gestaltung des demografischen Wandels kümmert. Dieser Verantwortung ist sich die Landesregierung bewusst“, so Dreyer. Als erstes und bisher einziges Land habe Rheinland-Pfalz ein Demografieministerium eingerichtet. Über ein Demografiekabinett werde die Strategie des Landes ressortübergreifend abgestimmt. „Für diesen Herbst planen wir eine landesweite Demografiewoche, um möglichst viele Akteure für das Thema zu sensibilisieren und zum aktiven Mitgestalten zu motivieren“, sagte Ministerpräsidentin Dreyer.

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