Der Trend geht zum Schwein


Mehr Schweine geschlachtet – Fleischerzeugung insgesamt leicht rückläufig

Bad Ems, 22.05.13. Rund 1,16 Millionen Schweine wurden im Jahr 2012 in Rheinland-Pfalz geschlachtet. Gegenüber dem Vorjahr stellte das nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems eine Zunahme von 3,3 Prozent dar. Die Fleischerzeugung aus gewerblichen und privaten Schweineschlachtungen betrug rund 107.300 Tonnen (plus 2,9 Prozent). Auf Schweinefleisch entfielen damit 81 Prozent der gesamten Fleischerzeugung von rund 132.300 Tonnen. Die insgesamt produzierte Menge war im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig (minus 0,2 Prozent). Dies ist vor allem auf die kleinere Rindfleischerzeugung zurückzuführen, die um fast 12 Prozent auf 24.400 Tonnen abnahm. Geschlachtet wurden im Jahre 2012 nur noch 80.200 Rinder (minus 12 Prozent). Die Erzeugung von Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch ist mit 0,5 Prozent (628 Tonnen) nur von nachrangiger Bedeutung. Da der Umfang der rheinland-pfälzischen Viehhaltung rückläufig ist, beziehen die Schlachtstätten einen Teil der Tiere aus dem Ausland. So wurde etwa jedes vierte Schwein, das in Rheinland-Pfalz geschlachtet wurde, nicht in Deutschland gemästet. Ingesamt 294.800 Schweine bezogen die Schlachthöfe aus dem Ausland. Durchschnittlich werden monatlich knapp 6.700 Rinder geschlachtet, wobei insbesondere im Herbst eine saisonale Häufung feststellbar ist. Eine Ursache ist, dass im Herbst die Weideperiode endet und die Landwirte einen Teil der Tiere nicht mehr aufstallen, sondern direkt zum Schlachten abgeben. In der Schweinefleischerzeugung werden die Schlachtkapazitäten gleichmäßiger ausgelastet. Der Umfang der Schlachtungen wird hier vor allem von der Nachfrage beeinflusst. Nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im Jahr 2012 über 6,6 Millionen Tonnen Fleisch produziert (minus 2,5 Prozent). Auf Schweinefleisch entfielen rund 82 Prozent der Fleischerzeugung. Der Anteilswert für Rindfleisch betrug 17 Prozent. Der rheinland-pfälzische Anteil an der Gesamtschlachtmenge erreichte einen Wert von zwei Prozent. Die Zahlen zur Schlachtungsstatistik werden aus den monatlichen Angaben der amtlichen Tierärzte und Fleischkontrolleure aufbereitet.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Umwelt)

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