Juso-Hochschulgruppe übt scharfe Kritik an OpenOhr-Programmheft


Juso-Hochschulgruppe verurteilt die Verbreitung von antisemitischen Bildern im Programmheft des Open Ohr

Mainz, 27.05.13. Schon zum zweiten Mal verletzt das „Open Ohr“ nun durch antisemitische Abbildungen die Gefühle vieler Menschen in Mainz. Dieses Jahr veröffentlichten die Organisatoren des Festivals auf Seite 5 des Programmhefts eine Abbildung, auf der mehrere ineindandergreifende Zahnräder abgebildet waren, auf zwei von ihnen waren Währungssymbole, auf einem weiteren ein Davidstern abgebildet. Sebastian Walbe, Mitglied der Juso-Hochschulgruppe und gläubiger Jude erklärt hierzu: „Hier wird eine Symbolik genutzt, welche bestimmte Vorurteile gegen Juden noch weiter verbreitet. Diese Abbildung hat die Grenze des Geschmacklosen weit hinter sich gelassen.“ Die sehr fadenscheinige Erklärung, man habe einen Ausschnitt des letztjährigen Programmheftes versehentlich sehr unglücklich gewählt, reicht als Entschuldigung in keinstem Maße aus. Das „Open Ohr“ versteht sich laut eigener Webseite als ein bundesweit einmaliges Beispiel gelungener Jugendkultur, welches ein gesellschaftlichen Diskurs anstoßen möchte. Die Verbreitung von antisemitischen Materialien, wie es in diesem, wie und auch im letzten Jahr passiert ist, darf auf keinen Fall Beispiel werden, für die Art wie wir in unserer Stadt und in unserer Universität einen Diskurs führen. Die Juso-Hochschulgruppe toleriert keinerlei Art des Rassismus oder die Ausgrenzung irgend einer strukturell benachteiligten Gruppe. Daher hoffen wir, dass die Organisatoren des „Open Ohr“ die Verbreitung eines solch ekelhaften Bildes, selbstkritisch und intensiv reflektieren. Es muss sicher gestellt werden, dass solche Bilder nicht noch einmal mit Hilfe des Open Ohr Festivals verbreitet werden.

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