Mogelpackung selbstständige Schule – Hessen abschreckendes Beispiel


Alles nur geklaut

Mainz, 29.05.13. Die Landtagsfraktion der CDU Rheinland-Pfalz schlägt eine Änderung des Schulgesetzes vor. Sie nutzt dafür den Vorwand, den Schulen mehr Gestaltungsfreiräume schaffen zu wollen und beweist dabei mal wieder ihre unübertroffene Ideenlosigkeit. Nach guter alter Guttenberg-Manier hat die CDU ihre Vorschläge einfach eins zu eins aus dem hessischen Schulgesetz kopiert. Dazu Ruth Ratter, Bildungspolitische Sprecherin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz: „Die von der CDU beschworenen paradiesischen Zustände in Hessen kann man getrost ins Reich der Sage verweisen. In Sachen Inklusion fehlt es der hessischen Landesregierung am politischen Willen, ein Recht auf freie Wahl der Schulform durch die Eltern ist dort nicht in Sicht, vom Chaos um die den Schulen aufgezwungene und gegen den Willen der Mehrzahl der Eltern durchgesetzte Einführung von G8 gar nicht erst zu reden. Die geplante Schaffung eines zentralen Landeschulamtes spricht auch nicht gerade dafür, dass die regionalen und individuellen Bedürfnisse der Schulen in Hessen im Vordergrund stehen. Die hessische Schulpolitik steht für Ignoranz gegenüber Eltern- LehrerInnen- und SchülerInnenwillen. „Eigenverantwortung der Schulen“ ist in Hessen gleichbedeutend mit dem Versuch, Schulen zu kleinen Unternehmen zu machen bei gleichzeitiger rigoroser Kontrolle durch eine zentralisierte Verwaltung. Der Schulversuch „Mehr Selbstverantwortung an rheinland-pfälzischen Schulen“ zeugt hingegen von einer pädagogisch fundierten Umsetzung von Eigenverantwortung mit Augenmaß. Daran ändern auch die Plagiate der CDU nichts.“

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