Preise steigen wieder schneller – großer Anstieg bei Nahrungsmitteln


Verbraucherpreise im Mai 1,5 Prozent höher als vor einem Jahr – Inflationsrate erstmals in diesem Jahr wieder gestiegen

Bad Ems, 29.05.13. Die Verbraucherpreise lagen im Mai in Rheinland-Pfalz 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, ist die Inflationsrate damit erstmals in diesem Jahr wieder gestiegen. Bei den Energiepreisen (plus 1,0 Prozent) waren zum Teil gegenläufige Entwicklungen festzustellen. Während die Preise für Haushaltsenergie insgesamt um 4 Prozent (darunter Strom: plus 10,7 Prozent) zulegten, gaben die Preise für Mineralölprodukte (minus 4,5 Prozent) spürbar nach. So waren Superbenzin (minus 3,8 Prozent) und Diesel (minus 5 Prozent), aber auch Heizöl (minus 5,6 Prozent) deutlich günstiger als noch im Mai 2012. Überdurchschnittliche Preiserhöhungen waren bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken festzustellen (plus 4,5 Prozent). Insbesondere Fleisch und Fleischwaren (plus 5,2 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (plus 4,8 Prozent) wurden teurer. So lagen die Preise für Fleischwurst 4,7 Prozent, für Schweinebraten 6,5 Prozent und für Hackfleisch 11 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Auch für H-Milch (plus 16,1 Prozent) und frische Milch (plus 17 Prozent) sowie für Quark (plus 10,9 Prozent) und Butter (plus 26,7 Prozent) mussten Verbraucherinnen und Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Spürbar teurer wurden auch Obst (plus 7,2 Prozent) und Gemüse (plus 9,5 Prozent). Im Vergleich zum Mai 2012 kletterten die Preise für Gurken um 14,8 Prozent, für Feldsalat, Rhabarber, Chicorée oder Ähnliches um 20,4 Prozent sowie für Möhren um 21 Prozent. Veränderungen gegenüber April 2013 Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent. Hervorzuheben ist der Preisanstieg in der Hauptgruppe »Freizeit, Unterhaltung und Kultur« (plus 3,4 Prozent), der unter anderem auf die Preissteigerungen bei Glücksspielen (plus 21,1 Prozent) zurückzuführen ist. Während die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Wohnen sowie für Gesundheitspflege unverändert blieben, waren Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen 0,3 Prozent, Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke 0,7 Prozent teurer als im Vormonat. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher günstiger entwickelten sich die Preise in der Hauptgruppe Verkehr (minus 0,4 Prozent) sowie bei Bekleidung und Schuhen (minus 0,8 Prozent). Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in Rheinland-Pfalz in 11 Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 700 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt.

Autorin: Merle Hattenhauer (Referat Mikrozensus, Haushaltserhebungen, Verdienste, Preise)

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