Klimaschutz und Hochwasserschutz gehören zusammen


6. Internationale Wasserkonferenz

Höfken: Klimaanpassung und Hochwasserschutz braucht internationale Zusammenarbeit

Koblenz, 03.06.13. Bei der Eröffnung der sechsten internationalen Konferenz zu Wasserressourcen und Umweltforschung erklärte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken heute in Koblenz: „Wir können die Folgen der Klimaveränderung auf unsere Gewässer nur bewältigen, indem wir national und international zusammenarbeiten und auf gemeinsame wissenschaftliche Grundlagen zurückgreifen. Das zeigt uns auch aktuell wieder die Hochwasserlage in Mitteleuropa und hier in Rheinland-Pfalz.“ Das „Who ist who“ der Internationalen Gewässerforschung traf sich in Koblenz, um unter anderem die Auswirkungen des Klimawandels auf Gewässer und Wasserwirtschaft zu erörtern. Der Klimawandel und damit extreme Witterungsverhältnisse, starker Regen-Ereignisse und Hochwasser seien eben längst traurige Realität. Und die Wissenschaftler erwarten eine Zunahme dieser Extreme. Das zeige, wie ernst man den Klimaschutz nehmen müsse. „Wir dürfen nicht nachlassen – weder im Klimaschutz noch im Hochwasserschutz“, erklärte Höfken. Rheinland-Pfalz setze daher die europäische Hochwasserrisikomanagementrichtlinie und ein angepasstes Hochwasserkonzept um. „Denn neben dem technischen Hochwasserschutz, der wie jetzt im akuten Hochwasserfall zum Einsatz kommt, ist und bleibt die Hochwasservorsorge wichtigste Maßnahme. Deswegen haben wir inzwischen über 20 kommunale Hochwasserpartnerschaften gegründet“, berichtete die Ministerin. „Auch viele Maßnahmen im Bereich des Gewässerschutzes haben nur dann Erfolg, wenn sie grenzübergreifend abgestimmt werden“, hob die Ministerin hervor. Alle Bemühungen zur Renaturierung der Gewässer und zur Wiederherstellung der Durch-gängigkeit an Wehren nutzen zum Beispiel wenig, wenn die großen Wanderbarrieren in Mosel oder am Oberrhein bestehen bleiben.“ Höfken wies darauf hin, dass sich aber auch Landwirtschaft, Weinbau und Forstwirt-schaft an den Klimawandel anpassen müssen. Hier gelte es, Maßnahmen zur Ver-besserung des Wasserhaushalts der Böden sowie zur Verhinderung der Erosion zu entwickeln. In unserem Bundesland Rheinland-Pfalz beschäftigt man sich zum Bei-spiel mit erosionsbedingten Einträgen von Pflanzenschutz- und Düngemitteln aus landwirtschaftlichen Flächen bei Hochwasser in die Gewässer. Ebenso werden immer wieder zum Teil hohe PCB-Rückstände in Fischen festgestellt, die unter anderem aus lange abgesetzten Sedimentschichten bei Hochwasser freigesetzt und dann von den Tieren aufgenommen wurden. „Eine Herausforderung ist es, dass mit den zunehmenden Hochwasserereignissen diese Schadstoffe aus der Vergangenheit, wie Schwermetalle und PCB, wieder hochgespült werden“, so die Umweltministerin.

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