Unternehmen im nördlichen Rheinland-Pfalz sehen Exportschwäche in südeuropäische Länder


Europas Krisenländer bleiben Sorgenkinder – Exporteure aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz äußern skeptische Erwartungen

Koblenz, 03.06.13. Die wirtschaftliche Entwicklung in Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien trifft die auslandsaktiven Unternehmen aus dem nördlichen Rheinland- Pfalz mit ganz unterschiedlicher Härte. Während rund 40 Prozent der in Griechenland tätigen Unternehmen von einer merklich negativen Entwicklung ihrer Geschäfte berichten, sehen knapp 30 Prozent bisher keine Rückwirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit. Ähnlich wird die aktuelle Lage in Spanien beurteilt. Aber es gibt auch Gewinner: Eine kleine Anzahl der in Griechenland und Spanien aktiven Unternehmen tätigt vor dem Hintergrund der dortigen Situation bessere Geschäfte als zuvor. In Frankreich und Italien berichten sogar 16 bzw. elf Prozent der dort aktiven Firmen von positiven Auswirkungen auf ihre Geschäfte. Für die kommenden zwölf Monate planen knapp 20 Prozent der auslandsaktiven Unternehmen mit einer erhöhten Geschäftstätigkeit in Europa, während gut 48 Prozent mit schwächeren Geschäften als noch vor einem Jahr rechnen. „Die auslandsaktiven Unternehmen äußern sich bezüglich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung in Europa skeptisch. Davon bleiben auch deren Investitionsabsichten insbesondere in den Krisenländern nicht unberührt“, erläutert Karina Szwede, Geschäftsführerin International der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz, die Ergebnisse. Ein Fakt macht die sich verändernde Orientierung der Wirtschaft noch deutlicher: Fast 70 Prozent der befragten Unternehmen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz hat schon in den vergangenen Jahren keine Investitionen mehr in Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien getätigt. „Die Unternehmen aus dem Norden von Rheinland-Pfalz sind weltweit in immer mehr Märkten aktiv und kompensieren so die Nachfrageschwäche in ihren bisherigen Zielländern. Diese Umorientierung wird immer deutlicher und gewinnt merklich an Fahrt“, so Szwede. Die Ergebnisse basieren auf den Einschätzungen einer repräsentativen Auswahl international tätiger Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Koblenz, die in den vergangenen Wochen zu ihren Auslandsaktivitäten befragt wurden.

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