Auszubildende und Praktikanten der Universitätsmedizin Mainz erhalten bessere Vergütungen und Konditionen


Universitätsmedizin Mainz und ver.di einigen sich auf Tarifabschluss für Auszubildende und Praktikanten – Erste eigenständige Haustarifverhandlungen für Entgelte von Auszubildenden abgeschlossen

Mainz, 05.06.13 (br). Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und ver.di haben die ersten eigenständigen Haustarifvertragsverhandlungen für Auszubildende und Praktikanten abgeschlossen. Die Tarifparteien einigten sich auf die Erhöhung der Ausbildungs- und Praktikantenvergütung ab dem 1. Juni 2013 um 85,00 Euro monatlich. Weitere Verhandlungsergebnisse sind u. a. die Erhöhung der Prämie für bestandene Abschlussprüfungen auf 500,00 Euro und für die Schülerinnen und Schüler der Schulen und Lehranstalten der Universitätsmedizin, die keine Ausbildungsvergütung erhalten, die Möglichkeit ein Jobticket zu beziehen. Der Haustarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2014. Vom Tarifergebnis profitieren rund 650 Auszubildende und Praktikanten in mehr als 20 Ausbildungsberufen. Insgesamt ist die Universitätsmedizin mit ca. 7.500 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber im Land Rheinland-Pfalz. Mit dem neuen Tarifvertrag bietet die Universitätsmedizin Mainz dem beruflichen Nachwuchs auch durch die Übernahme der Kosten für notwendige Lernmaterialien verbesserte Ausbildungsbedingungen. Zudem erhalten die Auszubildenden die Möglichkeit, an Prüfungsvorbereitungskursen teilzunehmen. Darüber hinaus haben sich die Tarifparteien auf einheitliche Regelungen zur Dienstplanung bei Wechsel des Ausbildungsortes verständigt. So beginnt für Auszubildende im Pflege- und Funktionsdienst sowie für Entbindungspfleger (m/w) nach einem schulischen oder praktischen Einsatzwechsel zukünftig jede neue Ausbildungsphase an einem Montag und das letzte Wochenende des vorherigen Einsatzes ist frei. „Mit der Einigung haben wir ein gutes Ergebnis erzielt. Wir bieten damit unseren jungen Beschäftigten trotz zunehmend schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein attraktives Leistungsangebot. Gleichzeitig stärken wir unsere Position im Wettbewerb um künftige Fachkräfte. Dies ist für die Universitätsmedizin Mainz als Haus der Supramaximalversorgung besonders wichtig“, so Götz Scholz, Kaufmännischer Vorstand und Verhandlungsführer der Universitätsmedizin. Die Verhandlungskommissionen ver.di und Universitätsmedizin sind sich einig, dass der in den wesentlichen Eckpunkten beschlossene Haustarifvertrag für Auszubildende und Praktikanten die bestehenden Haustarifverträge positiv ergänzt. Mit dem ab Januar 2012 in Kraft getretenen Haustarifvertrag für die Beschäftigten der Universitätsmedizin wurde ein modernes und zukunftsweisendes Tarifwerk für die Beschäftigten und damit für die Universitätsmedizin verabschiedet, welches wesentlich auf den Gesundheitsschutz der Beschäftigten abzielt. Die Verhandlung von eigenen Haustarifverträgen wurde notwendig, da die Tarifabschlüsse der Länder durch die Bestimmungen des Universitätsmedizingesetzes nicht mehr für die Beschäftigten der Universitätsmedizin gelten.

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