Walter Schumacher kämpft für Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein


Kultur

Land und Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal wollen UNESCO von Bedeutung der Koblenzer Seilbahn überzeugen

Mainz, 07.06.13. Für den Erhalt der Koblenzer Seilbahn über das Jahr 2014 hinaus wollen sich Kulturstaatssekretär Walter Schumacher und der Vorsitzende des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal, Landrat Bertram Fleck, bei der nächsten Sitzung des UNESCO-Welterbe-Komitees in Phnom Penh/Kambodscha einsetzen. „Seilbahn und Welterbe stehen nicht im Widerspruch zueinander. Vielmehr hat das Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal von der Seilbahn in den vergangenen Jahren enorm profitiert“, so Schumacher. „Die Seilbahn ist auch ein ökologisches und barrierefreies modernes Verkehrsmittel.“ Die Seilbahn stelle eine attraktive Verbindung vom Deutschen Eck zum Festungsplateau dar und biete Touristen wie Einheimischen die Möglichkeit, Koblenz, das Festungsplateau und das UNESCO-Welterbegebiet auf eine besondere Weise zu erleben. So besuchten etwa 2012, ein Jahr nach der Bundesgartenschau, bereits 446.000 Besucherinnen und Besucher die Festung Ehrenbreitstein. Die Zahlen hätten sich damit gegenüber der Zeit vor der Bundesgartenschau verdoppelt. Gleichzeitig unterstrichen Schumacher und Fleck, dass ein langfristiger Betrieb nur im Einvernehmen mit der UNESCO zu erzielen sei. Das Land lege dabei großen Wert darauf, im engen Austausch mit dem Welterbe-Komitee eine Lösung zu erwirken. Beide stellten klar, dass die kritische Bewertung des internationalen Rates für Denkmalpflege, ICOMOS, zur Seilbahn nicht die Einschätzung der UNESCO selbst wiedergebe. Die UNESCO wird zu den verschiedenen, im Gutachten von ICOMOS behandelten Punkten in ihrer nächsten Sitzung entscheiden. „Ich gehe davon aus, dass die UNESCO bei ihrer Entscheidung unsere Argumente angemessen berücksichtigen wird“, so Schumacher, der Welterbebeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz ist.

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