Leibhaftige Künstler wollen mit Kindern Kunst machen


Jedem Kind seine Kunst

Über 140 Künstlerinnen und Künstler bringen sich mit vielen kreativen Ideen beim Landesprogramm ein

Mainz, 12.06.13. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur hat heute eine Datenbank ins Netz gestellt, die umfassende Informationen von 143 rheinland-pfälzischen Künstlerinnen und Künstlern enthält, die Interesse haben, am neuen Landesprogramm Jedem Kind seine Kunst mitzuwirken. Unter der Internet-Adresse www.kulturland.rlp.de findet man Angaben zur Vita der Künstlerinnen und Künstler sowie deren Vorschläge für Projekte im Bereich der kulturellen Bildung, die sie in Zusammenarbeit mit Schulen, Kindertagesstätten, Jugendzentren, Vereinen oder Institutionen durchführen möchten. Insgesamt haben das Ministerium 271 Projektvorschläge erreicht – von der Musicalaufführung über die Gestaltung von Comics bis zu Filmprojekt, Drachenbaukurs und Zirkusartistik. „Mit Jedem Kind seine Kunst möchten wir Anreize bieten, das Angebot an kultureller Bildung in Rheinland-Pfalz qualitativ wie quantitativ weiterzuentwickeln“, erläuterte Kulturministerin Doris Ahnen die Zielsetzung des Landesprogramms, auf das sich die Landtagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen in ihrem Koalitionsvertrag verständigt hatten. Die Ministerin wies darauf hin, dass Jedem Kind seine Kunst das Ziel verfolge, Künstlerinnen und Künstler auf der einen Seite und potentielle Abnehmer ihrer kulturellen Bildungsangebote auf der anderen Seite, also Schulen, Kindertagesstätten, Jugendzentren, Vereine oder Institutionen, enger miteinander zu verknüpfen. Die eigens für dieses Programm konzipierte elektronische Datenbank solle dazu einen Beitrag leisten. „Jedem Kind seine Kunst versteht sich als lernendes System. Nachbesserungs-, Änderungs- oder Ergänzungsbedarf, der sich bei der Umsetzung des Landesprogramms zeigt, werden wir aufgreifen“, sagte Ahnen. Sie bat deshalb ausdrücklich um entsprechende Hinweise. „Es freut uns, dass wir von vielen Künstlerinnen und Künstlern ein sehr erfreuliches Feedback auf die Ankündigung des Landesprogramms erhalten haben“, fasste Doris Ahnen zusammen. Mit der Datenbank sind zugleich mehrere Textdokumente eingestellt worden, die über die Bedingungen der Teilnahme an Jedem Kind seine Kunst informieren. Künstlerinnen und Künstler haben nun bis zum 10. Juli 2013 Zeit, sich mit einer Kooperationsinstitution auf die Durchführung eines Projekts zu verständigen. Danach wird eine aus diversen Kultur-Fachverbänden des Landes bestehende Jury Empfehlungen aussprechen, welche Projektangebote angenommen werden sollten. Die Künstlerinnen und Künstler erhalten ein Honorar. Pro Projekt stehen bis zu 2.500 € zur Verfügung. Ministerin Ahnen kündigte an, dass ihr Haus beabsichtige, im Herbst dieses Jahres die neue Angebotsrunde für Jedem-Kind-seine-Kunst-Projekte im ersten Halbjahr 2014 auszuschreiben. Künstlerinnen und Künstler, die bislang noch nicht in der elektronischen Datenbank registriert seien, könnten dies dann nachholen.

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