Seilbahn steigert Besuch der Festung Ehrenbreitstein


Hering/Schleicher-Rothmund: Gemeinsame Erklärung aller Fraktionen ist starkes Signal für Koblenz

Mainz, 12.06.13. In einer gemeinsamen Erklärung sprechen sich heute die Landtagsfraktionen von SPD, CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für den Weiterbetrieb der Koblenzer Rheinseilbahn aus. Der Welterbetitel des Mittelrheintals soll dabei erhalten bleiben. Für Hendrik Hering, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, und Barbara Schleicher-Rothmund, Parlamentarische Geschäftsführerin, ist die gemeinsame Erklärung aller Fraktionen des rheinland-pfälzischen Landtags ein starkes und wichtiges Signal an die Region: „Die seit der Bundesgartenschau 2011 in Betrieb genommene Seilbahn in Koblenz ist mittlerweile durch ihren großen touristischen Erfolg und ihre hohe Akzeptanz in der Bevölkerung zu einem Markenzeichen der Stadt geworden. Nicht nur touristisch ist sie für die Verbindung zwischen Rheinufer und Festung Ehrenbreitstein nicht mehr wegzudenken, auch bei den Koblenzerinnen und Koblenzer erfreut sie sich großer Beliebtheit. Dies zeigen die zahlreichen öffentlichen Bekundungen der letzen Tage deutlich. Die Seilbahn ist barrierefrei und auch aus ökologischer Sicht ein absolut zu befürwortendes Transportmittel. Deshalb unterstützen wir die Landesregierung und die Stadt Koblenz in ihrem Bemühen für den Erhalt der Seilbahn und appellieren an das UNESCO-Welterbekomitee eine Lösung zu finden, die den Weiterbetrieb ermöglicht und gleichzeitig den Welterbestatus des Mittelrheintals erhält. Wir sind der Ansicht, dass die Seilbahn die Attraktivität des Welterbegebietes für die Besucherinnen und Besucher erhöht hat. Beide stehen für uns nicht im Widerspruch zueinander.“ Koblenzer Seilbahn erhalten Die Fraktionen des rheinland-pfälzischen Landtags begrüßen und unterstützen die Bemühungen der Landesregierung und der Stadt Koblenz zum weiteren Erhalt der Koblenzer Rheinseilbahn von der Talstation an der Kastorbasilika zur Festung Ehrenbreitstein und appellieren an das UNESCO-Welterbekomitee, in seiner Sitzung am 17. Juni 2013 in Kambodscha eine Lösung zu finden, die einen Weiterbetrieb ermöglicht. Der Welterbetitel soll dabei erhalten bleiben. Die Seilbahn hat die Attraktivität des Welterbegebietes für Besucherinnen und Besucher erhöht. Begründung: Die anlässlich der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz als Verbindung zwischen der Koblenzer Seite des Rheinufers und der Festung Ehrenbreitstein errichtete Seilbahn hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg der Bundesgartenschau, die mit 3,5 Millionen Besuchern die bislang bestbesuchte war. Inzwischen ist sie nicht nur zu einem Aushängeschild, sondern auch zu einem Markenzeichen der Stadt Koblenz geworden. Obgleich ursprünglich nur eine Betriebsgenehmigung bis Ende 2013 vorgesehen war, zeigt sich, dass Akzeptanz und Zustimmung zur Seilbahn nicht nur in Koblenz und Umgebung weiterhin herausragend sind und sie sich als touristisches Alleinstellungsmerkmal bei den zahlreichen Gästen aus aller Welt nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Umfragen zufolge befürworten daher rund 90 % der Koblenzer den Fortbestand der Seilbahn. Eine Unterschriftensammlung der Freunde der Bundesgartenschau e.V. hat hierfür bislang mehr als 90.000 Unterschriften zusammengetragen. Nachdem inzwischen eine Verlängerung der Betriebsdauer um weitere zwei Jahre beschlossen und von der SGD Nord genehmigt wurde, wird nun auch seitens der Stadt Koblenz der private und zuschussfreie Weiterbetrieb der Anlage bis zum Ende der bis 2025 angesetzten Lebensdauer der Seilbahn angestrebt. Darüber hinaus hat die mit Naturstrom gespeiste Seilbahn eine erhebliche ökologische Bedeutung. Sie bringt in verkehrstechnischer Hinsicht eine deutliche Entlastung mit sich, da die Besucher der Festung bislang vor allem auf Busse und Pkw angewiesen waren und auch zahlreiche Bewohner der rechten Rheinseite die Seilbahn inzwischen als Transportmittel in die Alt- und Innenstadt angenommen haben. Die Seilbahn ist auch ein barrierefreies Verkehrsmittel. Ein – für die öffentliche Hand kostenneutrales – Fortbestehen der Seilbahn liegt insbesondere auch im Interesse des Landes, welches in den vergangenen Jahren bis zu 45 Millionen Euro in die landeseigene Festung Ehrenbreitstein in Sanierungs- und Umbaumaßnahmen investiert hat. Aufgrund des durch die Seilbahn vereinfachten Zugangs, wurde eine exorbitante Steigerung des Besucherandrangs festgestellt. Fanden vor dem Bau der Seilbahn von 1,2 Millionen Besuchern am Deutschen Eck nur 150.000 den Weg hinauf zur Festung, wurden dort im Jahr nach der Bundesgartenschau rund 500.000 Besuche registriert. Auch die Basilika St. Kastor konnte einen deutlichen Besucheranstieg verzeichnen. Da es sich hierbei um bedeutende Bestandteile des Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal handelt, ist davon auszugehen, dass sich die Seilbahn auch künftig positiv auf die Bedeutung des Welterbegebietes auswirken würde.

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