Land will Erhalt der Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein erreichen


Schumacher tritt für Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein ein

Mainz, 13.06.13. Da unsere LeserInnen zum großen Teil auch die jeweilige Lokalzeitung lesen, veröffentlichen wir eine Stllungnahme von Kulturstaatssekretär Schumacher zu einem Beitrag in der Rhein Zeitung:

„Zum heutigen Artikel „Seilbahn: Region hofft auf Einsicht bei der UNESCO“ in der Rhein-Zeitung stellt der Welterbebeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, Kulturstaatssekretär Walter Schumacher, klar: Das Gutachten von ICOMOS liegt dem Land seit Mitte Februar vor. Es ist dem Land als vertrauliches Dokument von der UNESCO übermittelt worden und wurde auch entsprechend behandelt. Wir haben sofort vertrauliche Gespräche aufgenommen. Das Gutachten ist auch nicht „vernichtend“, sondern würdigt auch umfassend die positiven Aspekte der Seilbahn; umso verwunderlicher – und aus unserer Sicht unschlüssig – ist die kompromisslose Forderung nach einem Rückbau der Seilbahn. Das Land hat über den Regierungsbeauftragten in dem von der UNESCO angeforderten State of Conservation Report am 8. April 2013 seine Sicht zu den im Gutachten angefügten Punkten – insbesondere zur Seilbahn – ausgeführt und ausführlich dargelegt. Das Land ist von dem Beschlussvorschlag weder „schockiert“ noch „war die Aufregung groß“. Der Beschlussvorschlag enthält eine „Empfehlung“ und keine ultimative Forderung. Der Regierungsbeauftragte steht in engem Kontakt mit dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Botschaft bei der UNESCO – deren Verantwortliche seit vielen Jahren das Vertrauen der Landesregierung genießen – und stimmt ein gemeinsames Vorgehen ab. Eine besondere Schwierigkeit für mich liegt heute darin, dass der frühere Regierungsbeauftragte für das Welterbe und heutige Koblenzer Oberbürgermeister im Jahr 2008 in einem Brief an die UNESCO ausdrücklich einen zeitlich eng begrenzten Betrieb der Seilbahn angezeigt hat. Auf diese Zusage bezieht sich der Beschlussvorschlag. Wir bemühen uns nun gemeinsam um einen längeren Erhalt der Seilbahn. Wir hoffen, dass die Mitglieder des Welterbe-Komitees offen gegenüber den unbestreitbaren Argumenten für die Seilbahn bei möglichen Nacharbeiten an der Talstation sein werden. Das Land hat im Umgang mit der UNESCO die Erfahrung gemacht, dass nur ein von Vermittlung und Überzeugungsarbeit geprägtes Vorgehen erfolgreich war.“

Hierzu merkt die Redaktion der landeszeitung-rlp an, dass die UN-Behindertenrechtskonvention, die zum verbindlichem Völkerrecht gehört, vorsieht, dass die Barrierefreiheit eines Denkmals vor den Denkmalsschutz zu stellen ist. Die Seilbahn ermöglicht den barrierefreien Zugang zur Festung Ehrenbreitstein.

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