Erwerbstätigkeit steigt in Rheinland-Pfalz überdurchschnittlich


Erwerbstätigkeit stieg im ersten Quartal 2013 um 0,7 Prozent an

Bad Ems, 18.06.13. Die Erwerbstätigkeit in Rheinland-Pfalz nahm nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems im ersten Quartal 2013 weiter zu. Nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder hatten durchschnittlich 1,918 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Rheinland-Pfalz. Das waren 14.100 mehr als im ersten Quartal 2012 (plus 0,7 Prozent; Deutschland: ebenfalls plus 0,7 Prozent). Der Zuwachs schwächt sich allerdings ab. Im ersten Quartal 2012 hatte der Anstieg noch 21.600 Personen bzw. 1,1 Prozent betragen. Im Produzierenden Gewerbe nur noch geringer Anstieg Die Abschwächung ist in erster Linie auf das produzierende Gewerbe zurückzuführen. Im ersten Quartal 2013 waren hier rund 1.400 Personen mehr beschäftigt als im Vorjahreszeitraum, dies entspricht einem Anstieg um 0,3 Prozent (Deutschland: plus 0,7 Prozent). Die reduzierte Entwicklungsdynamik hat sich in diesem Wirtschaftsbereich bereits im Laufe des vergangenen Jahres gezeigt. Der Zuwachs gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum ist von 1,5 Prozent im ersten Quartal auf 0,8 Prozent im vierten Quartal zurückgegangen. Eine Ausnahme betraf zum Jahresbeginn der leichte Beschäftigungsgewinn im Baugewerbe. Hier stieg die Erwerbstätigenzahl um 1,2 Prozent (Deutschland: plus 0,9 Prozent). Dagegen stagnierte die Zahl im übrigen produzierenden Gewerbe, zu dem u. a. die Industrie gehört (Deutschland: plus 0,6 Prozent). In der Land- und Forstwirtschaft gab es im ersten Vierteljahr einen Anstieg um 500 Personen bzw. 1,3 Prozent (Deutschland: minus 0,3 Prozent). Weitere Zunahme in den Dienstleistungsbereichen In den Dienstleistungsbereichen setzte sich der Anstieg fort. Hier waren 12.200 Personen oder 0,9 Prozent mehr beschäftigt als ein Jahr zuvor (Deutschland: plus 0,8 Prozent). Somit beruhten knapp 90 Prozent des Beschäftigungsgewinns auf diesem Sektor. Insbesondere im größten Teilbereich des Dienstleistungssektors – Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung, Gesundheit – erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen, und zwar um 1,2 Prozent (Deutschland: plus 0,8 Prozent). Der zweitgrößte Bereich – Handel, Gastgewerbe und Verkehr, Information und Kommunikation – verbuchte einen Zuwachs von 0,6 Prozent (Deutschland: plus 0,5 Prozent). Mit plus 0,7 Prozent ist auch die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen weiter gestiegen (Deutschland: plus 1 Prozent). Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Zahl aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Erfasst werden alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsort erreichen. Zu den Erwerbstätigen werden alle Personen gerechnet, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und geringfügig Beschäftigte) oder als Selbstständige einschließlich deren mithelfenden Familienangehörigen eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Die Ergebnisse sind abgestimmt auf den Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes vom 16. Mai 2013.

Weitere Informationen finden Sie im Internetangebot des Arbeitskreises »Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder« unter www.aketr.de.

Autor: Werner Kertels (Referat Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt)

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