Güterwaggons brauchen schneller leisere Bremsen


Leiseres Mittelrheintal

Lewentz/Griese: Laute Waggon-Bremsen schneller umrüsten

Mainz, 18.06.13. Infrastrukturminister Roger Lewentz und Umwelt-Staatssekretär Thomas Griese haben eine deutlich schnellere Umrüstung lauter Bremssohlen von Güterwaggons gefordert. „Die Zulassung neuer und leiserer LL-Sohlen ist ein erster richtiger Schritt, doch dauert eine Umrüstfrist bis 2020 viel zu lange“, so Lewentz und Griese nach der dritten Sitzung des Beirates „Leiseres Mittelrheintal“ in Rüdesheim. Die von Bahnlärm geplagten Bewohner des Mittelrheintals müssten schnell spürbar entlastet werden. Mit ihrer „Resolution gegen Bahnlärm im Mittelrheintal“ haben die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen in Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen bereits im Dezember 2012 die Bahnunternehmen aufgefordert, bis 2016 die Hälfte und bis spätestens 2020 sämtliche Bremssohlen durch moderne Verbundstoffsohlen zu ersetzen. Ein Lärmmonitoring soll jährlich über den Fortschritt berichten. Außerdem sei es nach wie vor dringend erforderlich, die Trassenpreise für die Nutzung der Schienenstrecken zwischen lauten und leisen Zügen so bald als möglich stärker zu spreizen, um auch die Halter von Privatwagen stärker anzureizen, ihre lauten Wagen auf leise Bremssohlen umzurüsten. Die jetzt von der DB Netz AG vorgenommene Steigerung um gerademal ein Prozent sei viel zu gering. So würden der umfangreiche Privatwagenpark und ausländische Güterwagen erst im allerletzten Moment, wenn überhaupt, umgerüstet. Der Beirat habe außerdem eine Machbarkeitsstudie beschlossen, in der weiteres Potenzial für ortsfeste Lärmschutzmaßnahmen aufgezeigt werden soll, so Lewentz und Griese. Dabei sollen auch weitere innovative Ideen verfolgt und nach einer Bewertung empfohlen werden. Die Bürger und Kommunen erhalten die Gelegenheit, sich mit Vorschlägen einzubringen. In diese Untersuchung seien auch die Region nördlich von Koblenz, unter anderem mit den Orten Leutesdorf und Weißenthurm sowie ab 1974 bebaute Baugebiete einbezogen, betonte Lewentz. Diese Studie werde aus Bundesmitteln finanziert und soll nach der Vergabe voraussichtlich im September bereits Anfang 2014 vorliegen. Danach müsse über die Umsetzung der Maßnahmen verhandelt werden. Bahn und Bund wollen den Bahnlärm bis 2020 um 10 Dezibel absenken. Dies müsse ebenso durch ein flächendeckendes Lärmmonitoring überprüfbar sein, wie der Lärm jedes einzelnen Güterwagens, bekräftigen Lewentz und Griese die Forderung der Region nach Transparenz.

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