Diskursmarker kennzeichnen Muttersprachler


Veranstaltungshinweis

Kleine Wörter mit großer Wirkung

Koblenz/Landau, 19.06.13. Jeder benutzt sie ständig, das „also“, das „oder“, das „naja“. Typische Beispiele sind Sätze wie“ Also ich hab das jetzt wirklich nicht so gemeint“, „Stimmt doch, oder?“, „Das ist jetzt – naja – etwas schwierig“. Diese kleinen Wörter haben eine große Wirkung im Gespräch. Sie machen das sprachliche Handeln interpretierbar, dienen dazu, das Gespräch zu steuern, zu strukturieren, Pausen zu füllen, den Hörer einzubinden, oder das Gesagte in einem Zusammenhang zu verankern. In der Sprachwissenschaft werden diese Wörter daher als „Diskursmarker“ bezeichnet. Sabine Diao-Klaeger, Professorin für Romanistische Sprachwissenschaft an der Universität in Landau, erforscht den Gebrauch von Diskursmarker beim Fremdsprachenerwerb, der offensichtlich nicht einfach ist. Sie meint: Wer schon einmal versucht hat, einem Nicht-Muttersprachler die „Bedeutung“ eines Diskursmarkers zu erklären, weiß, wie schwierig das ist. Warum das so ist, wird Sabine Diao-Klaeger in einem öffentlichen Vortrag am Donnerstag, 27. Juni, um 18 Uhr in der Roten Kaserne, Marktstraße 40 in Landau, Raum 105 erklären und ihr Forschungsprojekt zum Diskursmarkergebrauch deutscher Lerner des Französischen und des Spanischen vorstellen; also: benvoilàquoi!

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.