Kolpingverband unterstützt Pläne zur Pflegekammer


Gesetzentwurf in den Landtag einbringen – Erklärung des Kolping Landesverbands zur Pflegekammer in Rheinland-Pfalz

Mainz, 19.06.13. Das Kolpingwerk in Rheinland-Pfalz begrüßt die Bemühungen der Landesregierung zu einer eigenen Selbstverwaltung für die Beschäftigten in der Pflege und unterstützt die vorgesehene Einrichtung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz. ”Es sei erfreulich, dass Rheinland-Pfalz als eines der ersten Bundesländer die Initiative ergriffen hat um die Pflegeberufe deutlich aufzuwerten”, erklärte Kolping-Landesvorsitzender Andreas Stellmann (Heßheim) vor den Vertretern des Kolping Landesvorstandes in Mainz. Für Kolping sei es wichtig, dass in einer kürzlich stattgefundenen Befragung ein klares positives Votum der betroffenen Pflegerinnen und Pfleger vorausgegangen ist. Ähnlich wie in anderen Berufen im Gesundheitswesen könne eine Pflegekammer ein starkes Sprachrohr und eine Lobby für die Interessen der fast vierzigtausend Pflegekräfte in Rheinland-Pfalz sein, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende Richard Feichtner (Trier). Sie stellten die größte Gruppe im Gesundheitswesen und gerade ihre Arbeit sei für eine gute Versorgung von alten und kranken Menschen von größter Bedeutung, so Feichtner weiter. ”Dazu bedarf es gut ausgebildetes und motiviertes Pflegepersonal. Deshalb sollte nun möglichst rasch in enger Übereinstimmung mit den Pflegekräften ein Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht werden”. Um aber nicht noch mehr Bürokratie zu schaffen, legt der Kolping-Landesverband jedoch Wert darauf, die Strukturen dieser Kammer so flach wie möglich zu halten. Eine Pflegekammer ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und vertritt die Interessen der hauptberuflichen Pflegekräfte. Sie regelt die Berufsordnung und ist Ansprechpartner der Politik in allen Fragen der Pflege, außer bei Tarifangelegenheiten. Sie bietet Angebote zur Fort- und Weiterbildung und arbeitet mit den anderen Heilberufen zusammen. Das Kolpingwerk Rheinland-Pfalz hat den Status einer Arbeitnehmerorganisation und vertritt die Interessen seiner ca. 15.000 Mitglieder in den Diözesanverbänden Limburg, Mainz, Trier und Speyer gegenüber den politischen Organen und Institutionen des Landes sowie in den Beratungs- und Entscheidungsgremien der sozialen und wirtschaftlichen Selbstverwaltung.

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