LandesschülerInnenvertretung fordert Wahl des/der Schulleiters/-in


Ergebnisse der 59. LandesschülerInnenkonferenz: Bundesweite SchülerInnenvertretung und Wahl von SchulleiterInnen

Mainz, 19.06.13. Am gestrigen Dienstag, den 18.6.2013, tagte die 59. LandesschülerInnenkonferenz (LSK) im rheinland-pfälzischen Landtag in Mainz. Auf der letzten LSK in diesem Schuljahr wurden neben den Nachwahlen zum Landesvorstand eine neue Position zur Bundesebene gefasst und die Wahl der Schulleiterin/des Schulleiters durch den Schulausschuss beschlossen. Nachdem Bildungsministerin Doris Ahnen die Konferenz mit einem Grußwort eröffnet hatte, stiegen die SchülervertreterInnen direkt in die Diskussionen um aktuelle und grundlegende Positionen zur Bildungspolitik ein. Einer der Hauptpunkte war die komplette Neuausrichtung in Sachen Bundesebene, mit der die LandesschülerInnenvertretung (LSV) einen Beitritt in die Bundesschülerkonferenz anstrebt. Mit diesem Beitritt eröffnen sich für die LSV neue Möglichkeiten zur Partizipation auf Bundesebene, die gerade für die Bildungspolitik in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist. „Tiefgreifende Einschnitte in die Bildungspolitik wie zum Beispiel das 2016/17 eintretende ‚Zentralabitur‘ werden einfach über unsere Köpfe hinweg beschlossen. Das ist für uns SchülerInnen nicht hinnehmbar.“ bewertet Johannes Domnick, Pressereferent der LSV RLP, die derzeitige Lage. Die LSV Rheinland-Pfalz tritt deshalb für eine in der Politik akzeptierte Bundesebene der SchülerInnenvertretung ein, um den Schülerinnen und Schülern auch auf Bundesebene eine Stimme zu geben. Auch wurde die Forderung nach der Wahl der Schulleiterin/des Schulleiters beschlossen, welche sich auf eine demokratische Wahl durch den paritätisch besetzten Schulausschuss bezieht. Gerade in jüngster Zeit hat sich gezeigt, dass die Auswahl der SchulleiterInnen von Seiten der ADD immer wieder zu unliebsamen Grabenkämpfen innerhalb der Schule geführt hat, wenn Personen als SchulleiterIn ausgewählt wurden, die weder die LehrerInnen, noch Eltern und SchülerInnen als DirektorInnen haben möchten. „Das Problem wird oft an uns herangetragen“, weiß Domnick zu berichten. So gibt es aktuell an einem Gymnasium in Grünstadt einen solchen Fall, der die komplette SchülerInnenschaft zum Kopfschütteln bringt, weil eine Schule einen neuen Kopf bekommt, den wirklich niemand will – ausgenommen die ADD natürlich. „Hier ist dringend eine Demokratisierung und ein Transparentmachen des Verfahrens von Nöten,“ so Domnick weiter. Abschließend kann man von einer erfolgreichen, letzten Konferenz im Schuljahr und auch letzten Konferenz in der alten, seit 2009 existierenden Struktur sprechen. Weitere Themen waren elektronische Vertretungspläne, BBS-Verlagerungen, die Kompetenzen der ADD, Parteijugendorganisationen, Inklusion und der Extremismusbegriff. Ab nächstem Jahr und somit der 60. LSK wird eine reformierte Struktur den SchülerInnen in Rheinland-Pfalz eine bessere Vertretung ermöglichen.

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