Seilbahn Koblenz bleibt bis 2026


Kultur / Welterbe: Großer Erfolg bei UNESCO: Koblenzer Seilbahn fährt bis 2026!

Mainz/Koblenz, 19.06.13. „Die Koblenzer Seilbahn bleibt bis zum Jahr 2026 in Betrieb. Das UNESCO-Welterbekomitee hat der Verlängerung bis zum Jahr 2026 zugestimmt.“ Diese gute Nachricht übermittelte Kulturstaatssekretär Walter Schumacher soeben aus Phnom Penh (Kambodscha), wo er als Mitglied der Deutschen Delegation an der 37. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees teilnimmt, an Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Kulturministerin Doris Ahnen. „Das ist ein großer Erfolg für die Welterbestätte Oberes Mittelrheintal. Es gibt eine klare Entscheidung und keine Vertagung. Die Entscheidung des Welterbekomitees hat gezeigt, dass es richtig war, auf bewährte Kontakte, Hintergrundgespräche und sachliche Argumente zu setzen“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Kulturministerin Doris Ahnen. „Wir haben den Auftrag des Kabinetts und die Forderungen des Landtages erfüllt – ja, wir haben mehr erreicht, als von der Stadt Koblenz vorgeschlagen wurde“, ergänzte Kulturstaatsekretär Walter Schumacher. Im Jahr 2026 endet die technische Betriebsdauer der Seilbahn. Darum wurde diese Jahreszahl für den Betrieb nun auch von der UNESCO festgelegt. Der Beschlussvorschlag für das UNESCO-Welterbekomitee durch den Internationalen Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) hatte, wie ursprünglich auch vereinbart, einen Abbau der Seilbahn bis zum kommenden Jahr empfohlen. Walter Schumacher, der auch Regierungsbeauftragter für die Welterbestätten in Rheinland-Pfalz ist: „Ich freue mich, dass auch künftig viele Menschen unsere Welterbestätte von der Seilbahn aus genießen können!“ Dem UNESCO-Welterbekomitee gehören 21 Staaten an, darunter derzeit auch die Bundesrepublik Deutschland, die von Botschafter Dr. Michael Worbs vertreten wird. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat seit Monaten im Kontakt mit der deutschen Botschaft bei der UNESCO und dem Auswärtigen Amt gestanden und in vielen Gesprächen auf eine Änderung der Beschlussvorlage hingewirkt. Eine Gruppe von UNESCO-Botschaftern hatte vor zwei Jahren auf Einladung der Landesregierung das Obere Mittelrheintal besucht und war dabei auch mit der Seilbahn gefahren. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Kulturministerin Doris Ahnen dankten allen, die den neuen Beschluss möglich gemacht haben, vor allem der Leitung der Deutschen Delegation, Botschafter Dr. Michael Worbs und Dr. Birgitta Ringbeck, der Welterbe-Koordinatorin im Auswärtigen Amt. Der Dank richtete sich auch an Kulturstaatssekretär Walter Schumacher, der für das Land die Verhandlungen geführt hat, sowie an den Vorsitzenden des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal, den Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, Bertram Fleck, der ebenfalls der Delegation angehörte und engagiert und konstruktiv mitgearbeitet habe. Beim Thema „Sommerrodelbahn auf der Loreley“ blieb es bei der Empfehlung, sie abzubauen. Es wird allerdings keine Frist gesetzt. Ein Abbau der Rodelbahn ist zurzeit rechtlich auch nicht durchsetzbar, da die Rodelbahn eine rechtskräftige kommunale Genehmigung hat. Die UNESCO-Empfehlung, auf dem Loreley-Plateau keine Hotelgroßanlage zu genehmigen, trifft sich mit der Haltung der Landesregierung. Ein Hotelbau wäre aber möglich, der UNESCO-Beschluss „ermutigt“ sogar dazu. Walter Schumacher resümiert: „Ich hoffe, dass die Forderungen, auf den Welterbetitel zu verzichten, nun verstummen. Das wäre eine internationale Blamage gewesen. Nun ist es ein internationaler Erfolg.“

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