Ulrike Höfken steht hinter „Zukunft Zuckerrübe“

Landwirtschaft

Höfken: Zukunftsperspektive für Zuckerrübenbauern notwendig

Mainz, 25.06.13. Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken hat bei der Mitgliederversammlung der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer am Dienstag in Worms betont, dass ihr die Zukunft des Zuckerrübenanbaus in Rheinland-Pfalz am Herzen liege: „Die Landesregierung möchte die Effizienz und die Nachhaltigkeit des Zuckerrübenanbaus fördern, auch angesichts der Reform der europäischen Zuckermarktordung, die den Druck auf die Wirtschaftlichkeit spürbar erhöht hat.“ Mit Überzeugung unterstütze ihr Haus deshalb das Projekt „Zukunft Zuckerrübe“, das im März gemeinsam mit dem Verband und weiteren Partnern in die zweite Phase gestartet sei. Bis 2015 sollen in dem Projekt Empfehlungen für einen möglichst umweltschonenden und gleichzeitig wirtschaftlichen Zuckerrübenanbau in Rheinland-Pfalz erarbeitet werden. „In diesen Tagen werden bei den Abschlussverhandlungen zur Agrarreform in Brüssel die Karten neu gemischt und auch entscheidende Weichen für unsere Zuckerrübenbauern gestellt“, so Höfken. Aktuell bestehe im Bereich der Zuckermarktordnung noch keine Einigung, berichtete die Ministerin. Sie habe sich auf Bundes- und EU-Ebene mit Nachdruck für eine Fortsetzung der Marktordnungsregeln bis 2020 eingesetzt. Während das EU-Parlament dies befürworte, haben die EU-Agrarminister inklusive Frau Aigner der Kommission nachgegeben. Höfken: „Hier hätte ich mehr Standhaftigkeit erwartet. Bleibt zu hoffen, dass sich in diesen Tagen noch die Haltung des Europaparlaments durchsetzen wird.“ Zahlen und Fakten zum Zuckerrübenanbau: Im Verbandsgebiet der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer werden von aktuell rund 2.200 Betrieben auf circa 23.000 Hektar Zuckerrüben angebaut. Schwerpunkte des Anbaus in Rheinland-Pfalz sind die Ackerbaustandorte in Rheinhessen, in der Vorderpfalz und im Donnersbergkreis sowie (mit geringeren Flächenumfängen) die Landkreise Ahrweiler und Mayen-Koblenz. Projekt „Zukunft Zuckerrübe“: Die Gesamtkosten des im März gestarteten Projekts „Zukunft Zuckerrübe“ betragen 481.000 Euro. 30.000 Euro steuert das Land Hessen bei und den Rest trägt der Verband der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer e.V., der für die Umsetzung verantwortlich ist. Projektpartner sind die Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, die RLP AgroScience GmbH, Neustadt, das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück und die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität. Die erste Projektphase von 2009 bis 2012 hatte das Landwirtschaftsministerium bereits mit rund 430.000 Euro gefördert. In den Jahren 2013 bis 2015 sollen folgende Schwerpunkte bearbeitet werden: – vorbeugende Bekämpfung des Hauptschädlings des heimischen Zuckerrübenanbaus, der Rübennematoden, durch Nutzung von Sortentoleranzen/-resistenzen, Auflockerung der Fruchtfolge durch Raps und Zwischenfrüchte, – Anpassung des Zuckerrübenanbaus an den Klimawandel durch Änderung des Sortenspektrums (Trockenheitsstress – tolerante Sorten) und möglicherweise Anbau von Winterrüben (Zucker- und Energieerzeugung) – Untersuchung der Veränderung des Schaderregerspektrums (besonders Pilz-krankheiten und Unkrautflora) durch Anbau neuer Sorten bzw. Umstellung von Sommer- auf Winteranbau wegen des Klimawandels, – Erarbeitung einer modifizierten Beratungsstrategie mit dem Ziel einer reduzierten Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und Beregnung, wobei die Fungizid – Einsätze gegen Blattkrankheiten im Vordergrund stehen, – Bewertung der veränderten Anbausysteme aus ökonomischer und ökologischer Sicht (z.B. Biodiversität).

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