Nationalpark wird Bürgerbeteiligungspark


Nationalpark im Hunsrück

Zweites Nationalpark-Forum zu Organisation und Regeln: Naturerleben und Betreten erwünscht!

Mainz, 26.06.13. „Im Nationalpark sind alle eingeladen, die Natur hautnah zu erleben. Wandern und Joggen sind genauso möglich wie Radfahren oder Reiten. Das Betreten ist sehr erwünscht und der Eintritt ist frei“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich des zweiten Nationalpark-Forums. Die Landesregierung stellt in den Nationalpark-Foren Teilergebnisse aus dem Landeskonzept zum geplanten Nationalpark vor. Der vorgestellte Teil zu Organisation und Regelungen orientiere sich eng an den Vorschlägen aus Bürgerdialog und kommunalem Eckpunktepapier, erklärte die Ministerin und kündigte an: „Unser Nationalpark wird einer der wenigen in Deutschland sein, der ohne ein Wegegebot auskommt. Damit könne auch abseits der Wege beobachtet werden, wie sich die Natur wieder selbst entwickelt. Ausnahmen gebe es nur in der Nähe von besonders schützenswerten Plätzen, wie beispielsweise einem Schwarzstorchhorst. „Der Nationalpark wird nicht mit Zäunen geschützt, sondern durch das Miteinander von Mensch und Natur“, so Höfken. Für die Leitung und Organisation des Nationalparks richtet das Land ein Nationalparkamt ein. Dabei werde auf die bestehende Struktur von Landesforsten und vorhandenes Personal zurückgegriffen. Mit etwa 50 bis 60 Personen werde sich um die Besucher, die Pflege und die Wege des Parks sowie um die Regulierung des Wildbestandes gekümmert. Der Nationalpark wird dabei eine enge Kooperation mit dem Naturpark Saar-Hunsrück pflegen. Viele Veranstaltungen und Programme sollen gemeinsam erarbeitet werden. Neben dem neuen Amt soll es drei weitere Nationalparkgremien geben: die kommunale Nationalparkversammlung, der Nationalparkbeirat und das Bürgerforum. Sie sollen die Beteiligung der Region sicherstellen. „Ziel ist eine Kultur der Kommunikation, Zusammenarbeit und Beteiligung in der Nationalparkregion. Dafür wollen wir die Voraussetzungen schaffen“, so Höfken. Schon jetzt zeige das große Engagement der Bürgerinnen und Bürger für den Nationalpark, dass diese Kultur gelebt werde. Das Ministerium wird in den nächsten Monaten in drei weiteren Nationalpark-Foren Ergebnisse vorstellen. Das fertige Landeskonzept wird am 26. September veröffentlicht. Danach werde es erneut der Region zur Zustimmung vorgelegt. Danach kann das Verfahren zur Ausweisung des Nationalparks erfolgen. Weitere Informationen zum zweiten Nationalpark-Forum: http://www.nationalpark.rlp.de/index.php?id=270

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