Frische Nahrungsmittel immer teurer – kräftiger Verbraucherpreisanstieg


Verbraucherpreise im Juni 1,9 Prozent über dem Vorjahresmonat – Inflationsrate deutlich gestiegen

Bad Ems, 28.06.13. Der Verbraucherpreisindex für Rheinland-Pfalz lag im Juni 1,9 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems setzt sich damit der im Mai 2013 beobachtete Anstieg der Jahresteuerungsrate weiter fort; sie liegt nur noch knapp unter der für die Geldpolitik wichtigen 2-Prozent-Marke. Haushaltsenergie verteuerte sich um 4,5 Prozent, was vor allem auf die binnen Jahresfrist stark gestiegenen Strompreise (plus 10,7 Prozent) zurückzuführen ist. Während die Gaspreise (plus 0,9 Prozent) leicht anzogen, lagen die Preise für Heizöl unter dem Vorjahresniveau (minus 2,5 Prozent). Auch die Preise für Kraftstoffe (minus 0,4 Prozent) haben nachgegeben, wobei der Rückgang bei Dieselkraftstoffen (minus 0,9 Prozent) stärker ausfiel als bei Superbenzin (minus 0,3 Prozent). Wie in den vergangenen Monaten, so lag auch im Juni die Teuerungsrate für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (plus 4,4 Prozent) deutlich über der Gesamtteuerung. Insbesondere Speisefette und -öle (plus 17 Prozent), aber auch Obst (plus 8 Prozent) und Gemüse (plus 8,8 Prozent) wurden spürbar teurer. So erhöhten sich die Preise für Butter gegenüber Juni 2012 um 35,2 Prozent, Äpfel wurden 19,1 Prozent teurer. Auch die Preise für Molkereiprodukte und Eier (plus 5,4 Prozent; darunter frische Milch: plus 22 Prozent) stiegen merklich. Veränderungen gegenüber Mai 2013 Im Vergleich zum Vormonat legten die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent zu. Preiserhöhungen bei Pauschalreisen (plus 5 Prozent) trugen zum deutlichen Anstieg der Teuerungsrate in der Hauptgruppe Freizeit, Unterhaltung und Kultur (plus 1,1 Prozent) bei. Aber auch bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (plus 0,6 Prozent; darunter Gemüse: plus 4,2 Prozent) sowie alkoholischen Getränken und Tabakwaren (plus 0,8 Prozent) und in der Gesundheitspflege (plus 0,4 Prozent) waren gegenüber Mai 2013 überdurchschnittliche Preissteigerungen festzustellen. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher günstig entwickelten sich hingegen die Preise für Bekleidung und Schuhe (minus 1,4 Prozent). Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in Rheinland-Pfalz in 11 Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 700 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt.

Autorin: Bettina Link (Abteilung Bevölkerung und Gesellschaft)

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