Queere Lebensweisen beleuchtet


Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen

Fachtagung will Akzeptanz queerer Lebensweisen fördern

Mainz, 28.06.13. „Vielfalt leben – Praxis gestalten“ – unter dieser Überschrift stand die Fachtagung, zu der das Familienministerium nach Mainz eingeladen hatte. „Menschen sind vielfältig – diese Feststellung zu akzeptieren fällt uns leicht. Wenn es jedoch darum geht, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in all ihren Facetten im Alltag zu berücksichtigen, tauchen schnell von Vorurteilen geprägte Vorstellungen davon, was ‚normal’ ist und gelebt werden darf und was nicht“, sagte Irene Alt zu den über 130 Teilnehmenden aus den Bereichen Bildung, Beratung, Wissenschaft, Familie und Jugend, Schule, Arbeitswelt, Gesundheit, Alter, Pflege, Sport, Polizei, Recht, Antidiskriminierung und Partizipation. „Viele Menschen fühlen sich gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgender und Intersexuellen (LSBTTI) unsicher, da ihnen deren Lebensweisen und Bedarfe ungewohnt und fremd erscheinen“, so die Ministerin. Die Fachtagung hatte daher das Ziel, Informationen von Lebenslagen von LSBTTI zu vermitteln, Tipps für die praktische Arbeit zu geben sowie den Austausch und die Vernetzung mit Fachkräften und Aktiven aus der LSBTTI-Communities zu ermöglichen. Die meisten von ihnen sind in QueerNet Rheinland-Pfalz e.V. zusammengeschlossen und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. In seinem Fachvortrag „Alles ganz normal?!“ referierte Thomas Kugler, Kommunikation und Bildung Berlin“ zur Geschlechtervielfalt zwischen Norm und Aufbruch. Der Forschungsstand zu Lebenslagen und Sozialstruktur queerer Lebensweisen stand im Mittelpunkt des Vortrags von Marcel Wrezinski von der Justus-Liebig-Universität Gießen. In vier Workshops diskutierten die Teilnehmenden über die besonderen Bedürfnisse von Transsexuellen, Transgender und Intersexuellen; sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Kinder- und Jugendhilfe und der Schule; die Berücksichtigung von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Altenhilfe und Gesundheitswesens und über die Situation von Regenbogenfamilien. An Ständen nutzen die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich über die Arbeitsschwerpunkte und Ziele der LSBTTI-Gruppen zu informieren. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.regenbogen.rlp.de.

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