EU-Agrarförderung: PAUL voll ausschöpfen, auf EULLE vorbereiten


Landwirtschaft

Aus PAUL wird EULLE: Staatssekretär Griese sichert gleitenden Übergang zur neuen Förderperiode der Agrarmaßnahmen zu

Mainz, 02.07.13. „Die Landesregierung wird einen gleitenden Übergang zur neuen Förderperiode im Agrarbereich ab 2014 sicherstellen“, sagte Landwirtschaftsstaatssekretär Thomas Griese bei der jüngsten Sitzung des Begleitausschusses zum Landesentwicklungsprogramm PAUL. Neben der Verlängerung der auslaufenden Verträge im Bereich Agrarumweltmaßnahmen sei auch die Absicherung der neuen Antragstellung für die Förderung des ökologischen Landbaus, des Vertragsnaturschutzes Acker sowie für Partnerbetriebe Naturschutz vorgesehen. Für die Investitionsförderung sowie den LEADER-Ansatz sehen die geänderten EU-Durchführungsbestimmungen ohnehin vor, dass im Rahmen der verfügbaren ELER-Mittel bis zum Anlaufen des neuen Entwicklungsprogramms EULLE Bewilligungen ausgesprochen werden können, erläuterte der Staatssekretär. Der PAUL-Begleitausschuss hat die ELER-Verwaltungsbehörde beauftragt, die hierfür notwendigen Anpassungen des Entwicklungsprogramms PAUL (Programm Agrarwirtschaft, Umweltmaßnahmen und Landendwicklung) in die Wege zu leiten. „Unser Ziel ist, die verfügbaren EU-Mittel für eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft voll auszuschöpfen“, sagte Staatssekretär Thomas Griese und verwies auf die bisherigen Erfolge des PAUL-Programms in Rheinland-Pfalz. Insbesondere in den Bereichen der Agrarumweltmaßnahmen zur Verbesserung von Umwelt und Landschaft und der Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft seien ein erfreulicher Mittelabfluss und positive Effekte zu verzeichnen. Drei Viertel der von 2007 bis 2013 zur Verfügung stehenden ELER-Mittel wurden in diesen Bereichen bereits verausgabt. Auch im Bereich der LEADER-Förderung konnte die Nachfrage nach Fördermitteln im vergangenen Jahr erheblich gesteigert werden. Insgesamt flossen so bereits rund 187 Millionen Euro ELER-Mittel zur Stärkung des ländlichen Raumes nach Rheinland-Pfalz. Bereits am 13. Juni wurde in Emmelshausen der offizielle Startschuss für die Erstellung des künftigen „Entwicklungsprogramms Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Ernährung“ gegeben (EULLE). Auf dem gut besuchten Startup-Workshop „Förderperiode 2014 – 2020 – Projektgruppen zur Erstellung des neuen ELER-Entwicklungsprogramms in Rheinland-Pfalz“ wurden die Teilnehmer über die Rahmenbedingungen zur Ausgestaltung der neuen Förderperiode und den Prozess der partnerschaftlichen Programmerstellung informiert. Die Förderung mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) setzt Rheinland-Pfalz mit seinem Programm PAUL um. Vertreter der beteiligten Ministerien (MULEWF, MWKEL, ISIM), der Europäischen Kommission, des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie der rheinland-pfälzischen Verwaltungsbehörden der Strukturfonds (EFRE, ESF) begleiten gemeinsam mit über 70 Wirtschafts- und Sozialpartnern, wie Bauern-, Winzer- und Umweltverbände, Kammern und LEADER-Aktionsgruppen das Programm. Der PAUL-Begleitausschuss tagt in der Regel zweimal jährlich. In diesem Jahr fand die traditionell im Juni ausgerichtete erste Sitzung in den Räumlichkeiten des DLR in Oppenheim statt. Der nächste PAUL-Begleitausschuss wird am 15. Oktober 2013 in Ulmet (LK Kusel) tagen.

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