Muscheid fordert mehr Beteiligung in Wirtschafts- und Energiepolitik, Berufsabschlüsse angemahnt


Regierungserklärung der stellvertretenden Ministerpräsidentin Eveline Lemke

DGB-Landesvorsitzender Muscheid: „Stärkere Einbindung von Gewerkschaften und Arbeitnehmern ist wichtig und richtig.“

Mainz, 05.07.13. Zur Regierungserklärung der stellvertretenden Ministerpräsidentin Eveline Lemke erklärt der rheinland-pfälzische DGB-Landesvorsitzende Dietmar Muscheid: „Wir begrüßen es, dass Frau Lemke Gewerkschaften und Arbeitnehmer verstärkt in Entscheidungsprozesse einbeziehen will. Das ist wichtig, richtig und für eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik in Rheinland-Pfalz unbedingt erforderlich.“ Muscheid sieht in Lemkes Erklärung zur Fachkräftestrategie die Positionen der Gewerkschaften bestätigt. „Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Sorge für eine gute Ausbildung der Jugendlichen und die Integration von Migranten – das sind Themen, für die wir uns stark machen, und bei denen wir bereits eng mit der Politik zusammen arbeiten.“ Dennoch sieht der DGB-Landesvorsitzende weiter großen Handlungsbedarf. „Ministerin Lemke betont, dass Rheinland-Pfalz auf nationaler Ebene den stärksten Sockel an beruflich Qualifizierten hat. Darauf dürfen wir uns nicht ausruhen. Es darf nicht vergessen werden, dass in unserem Bundesland gleichzeitig die Zahl der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt. Wir können es uns nicht leisten, dass diese Menschen auf der Strecke bleiben.“ Muscheid beruft sich auf Zahlen der Statistischen Ämter, nach denen 18,1 Prozent der rheinland-pfälzischen 20- bis 29-Jährigen im Jahr 2011 keinen abgeschlossenen Berufsabschluss hatten. Bundesweit lag der Schnitt bei 15,9 Prozent. „Um demografischen Veränderungen zu begegnen, müssen außerdem die Arbeitsbedingungen altersgerecht gestaltet werden, so dass die Arbeitnehmer in die Lage versetzt werden, ihren Beruf bis zur Rente auszuüben“, fordert Muscheid. Muscheid erwartet von Lemke Konsequenz bei ihrer Ankündigung, die Bürger stärker in Entscheidungsprozesse einzubinden: „Dies muss auch für die Energiewende gelten. Nur wenn alle Wirtschafts- und Sozialpartner, also auch die Arbeitnehmer, von Beginn an in die Planungen einbezogen und am Prozess der Energiewende beteiligt werden, kann eine breite gesellschaftliche Akzeptanz erreicht werden.“

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.