Leitstellen der rheinland-pfälzischen Rettungs- und Sicherheitsdienste werden integriert


Rettungsdienste

Staatssekretärin Raab: Technik leistet Beitrag zu mehr Sicherheit

Mainz, 12.07.13. Innenstaatssekretärin Heike Raab hat einen weiteren wichtigen Schritt zur einheitlichen Infrastruktur für die Leitstellen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) vorgestellt. „Das Projekt ist eine gewinnbringende Investition in die Sicherheitsarchitektur des Landes mit großen Vorteilen für die Bürgerinnen und Bürger“, sagte Raab am Freitag in Mainz. Dort wurde der Vertrag mit dem österreichischen Unternehmen Frequentis geschlossen, das nach einer europaweiten Ausschreibung ein entsprechendes Kommunikationssystem für die Leitstellen im Land entwickeln wird. In dem neuen System sollen beispielsweise Notruf, Telefon, Analog- und Digitalfunk zusammengeführt werden. „Ein Vorteil der neuen Technik wird auch sein, dass bei einem Ausfall einer Leitstelle ein über die Nummer 110 oder 112 eingehender Notruf automatisch an eine andere Leitstelle weitergeleitet werden kann“, sagte Raab. So sei die grundsätzliche Erreichbarkeit besser gewährleistet. Zudem könnten bei über Handys eingehenden Notrufen künftig auch die Standortdaten der Anrufer übermittelt werden. „So kann die Hilfe schnell am Unglücksort sein, auch wenn der Anrufer nicht mehr in der Lage ist, seinen Standort mitzuteilen“, fügte die Staatssekretärin hinzu. Das neue System wird nach der Entwicklung zunächst im Polizeipräsidium Mainz und dann in weiteren Leitstellen des Landes installiert. Für die Entwicklung ist eine Zeit von etwas mehr als zwei Jahren notwendig, die Kosten belaufen sich auf etwa zehn Millionen Euro. Integriert wird die neue Technik beim Landesbetrieb Daten und Information (LDI) in Mainz. LDI-Geschäftsführer Matthias Bongarth betonte: „Das zertifizierte rlp-Netz mit seiner hochperformanten Netztechnologie erfüllt dabei alle Anforderungen an Sicherheit und Verfügbarkeit, die dieses Verfahren verlangt.“ Der LDI habe eine langjährige Erfahrung beim Betrieb polizeilicher Verfahren in Rheinland-Pfalz, etwa beim Aufbau und Management des Digitalfunk-Zugangsnetzes und der Polizeicloud, die auch bei dem neuen Vorhaben von Vorteil sei.

This entry was posted in Allgemein and tagged , , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.