Nur Mainz hat einen kleinen Geburtenüberschuss


Im Jahr 2012 gab es mehr Geburten, aber auch mehr Sterbefälle – Bevölkerungszunahme durch Zuwanderung

Bad Ems, 12.07.13. Am 31. Dezember 2012 lebten in Rheinland-Pfalz 3.990.278 Menschen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, waren dies 1.115 Bürgerinnen und Bürger mehr, als bei der zurückliegenden Bevölkerungszählung zum Stichtag 9. Mai 2011 festgestellt worden waren. Gegenüber dem 31. Dezember 2011 erhöhte sich der Bevölkerungsstand um 245 Personen. Dieser Zuwachs resultiert daraus, dass mehr Menschen nach Rheinland-Pfalz zuzogen als das Land verließen Der Saldo aus Geborenen und Gestorbenen, der sogenannten natürlichen Bevölkerungsbewegung, fällt im Betrachtungszeitraum hingegen negativ aus. Im Jahr 2012 wurden landesweit 31.169 Kinder geboren – 16.009 Jungen und 15.160 Mädchen – das waren insgesamt 88 mehr als im Vorjahr. Im Jahresverlauf starben 44.404 Menschen, 759 mehr als im Jahr zuvor. Damit errechnet sich für das Jahr 2012 ein Saldo der natürlichen Bevölkerungsbewegung von minus 13.235 Personen. Bei Bürgerinnen und Bürgern mit ausländischer Staatsangehörigkeit war ein Geburtenüberschuss von 277 Personen zu verzeichnen, für Bürgerinnen und Bürger mit deutscher Staatsangehörigkeit ergibt sich ein Gestorbenenüberschuss von 13.512 Personen. Bevölkerungsveränderungen regional Insgesamt verzeichneten acht der 24 Landkreise und neun der zwölf kreisfreien Städte Bevölkerungszuwächse, in den übrigen 19 Gebieten sanken die Einwohnerzahlen. Den größten Zuwachs unter den kreisfreien Städten verbuchte Koblenz mit 16,9 je 1.000 Einwohner. Dies dürfte im Wesentlichen darauf zurückzuführen sein, dass in der Stadt Koblenz zum 1. Juni 2012 eine Zweitwohnsitzsteuer eingeführt wurde. Den stärksten Bevölkerungsrückgang hatte Pirmasens mit 9,5 je 1.000 Einwohner. In den Landkreisen reichte die Spannweite von 5,0 je 1.000 Einwohner im Rhein-Pfalz-Kreis bis minus 14,4 im Landkreis Birkenfeld. Natürliche Bevölkerungsbewegung regional Bezogen auf je 1.000 Einwohner im Jahr 2012 starben landesweit rund 3,3 Personen mehr als geboren wurden. In den kreisfreien Städten fällt dieser relative Saldo der natürlichen Bevölkerungsbewegung mit minus 1,9 Personen je 1.000 Einwohner deutlich günstiger aus als in den Landkreisen. Die Spannweite reicht dort von minus 1,0 im Landkreis Mainz-Bingen bis zu minus 6,7 im Landkreis Kusel. Unter den kreisfreien Städten weist die Landeshauptstadt Mainz als einzige einen relativen Geborenenüberschuss von 0,4 Personen je 1.000 Einwohner aus. Dort wurden im Jahr 2012 in der Summe 78 mehr Geburten als Sterbefälle gezählt. Für die kreisfreie Stadt Pirmasens ergibt sich demgegenüber ein relativer Saldo der natürlichen Bevölkerungsbewegung von minus 7,6 je 1.000 Einwohner. Die Zahlen stammen aus der Statistik der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2011, der Statistik der Geborenen und der Statistik der Gestorbenen. Bevölkerungsveränderungen durch Geburten und Sterbefälle werden als natürliche Bevölkerungsbewegung bezeichnet. Der Saldo der natürlichen Bevölkerungsbewegung errechnet sich als Differenz aus den Zahlen der registrierten Lebendgeborenen und Gestorbenen. Zur besseren regionalen Vergleichbarkeit wurde dieser absolute Saldo auf die durchschnittliche Bevölkerung in der jeweiligen Gebietseinheit bezogen.

Autor: Gerd Reh (Referat Bevölkerung, Gebiet, Zensus)

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