Schauprozess zu Kunstdiebstahl und Fälschung an Mainzer Uni


Institut für Kunstgeschichte veranstaltet fiktiven Kunstdiebstahl- und Fälschungsprozess

Innovative Veranstaltung im Rahmen des Projektseminars „Der Kunstmarkt und seine kriminelle Seite“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Mainz, 12.07.13. (voi) Nach einer fiktiven Kunstauktion im vergangenen Wintersemester werden die Studierenden des Projektseminars „Der Kunstmarkt und seine kriminelle Seite“ unter der Leitung von Dr. Benno Lehmann am Institut für Kunstgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zum Abschluss des Sommersemesters 2013 eine fiktive Gerichtsverhandlung auf der Grundlage eines Kunstdiebstahls mit anschließender Fälschung durchführen. Nachdem im Rahmen des Seminars exemplarische Fälle des kriminellen Kunstmarkts behandelt und juristische Grundkenntnisse vermittelt wurden, geht es am Tag des fiktiven Prozesses darum, die Zusammenhänge, Motive und auch Abläufe eines Kunstdiebstahls und seiner gerichtlichen Verhandlung nachzuzeichnen. Die Simulation des Diebstahls- und Fälschungsprozesses hat zum Ziel, die komplexen Zusammenhänge des Kunstmarkts und seiner kriminellen Seite aufzuzeigen, sowie interdisziplinäre Kenntnisse aus den Bereichen Jura und Soziologie zu vermitteln. Der vermeintlich Angeklagten wird vorgeworfen, Pablo Picassos „Dora Maar“ aus dem Jahr 1935/1936 mit einem Wert von 60 Millionen Euro aus dem „Museum für Moderne Kunst“ in Mainz entwendet zu haben. Die Staatsanwaltschaft lastet ihr außerdem an, eine Kopie des Originals in Auftrag gegeben und das Landesmuseum mit einem Lösegeld von 10 Millionen Euro erpresst zu haben. In den Zeugenstand wird, neben den Mitarbeitern des Museums, der Versicherung, der Polizei und der Galeristin auch die Gemäldekopistin gerufen, der ein gesondertes Strafverfahren bevorsteht. Die Simulation des Prozesses beginnt am Mittwoch, 17. Juli 2013, um 14:00 Uhr im Hörsaal P11 des Philosophicums, Jakob-Welder-Weg 18, auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Interessierte Zuschauer sind herzlich eingeladen, an dieser Veranstaltung des Instituts für Kunstgeschichte der JGU teilzunehmen.

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