Bäume werden untersucht


Landesforsten

30 Jahre Waldzustandserhebung: Bis Ende Juli begutachten Forstleute 11.500 Bäume in Rheinland-Pfalz

Mainz, 15.07.13. Unsere Wälder sind nicht nur grüne Lunge, sondern spiegeln zunehmend die Folgen des Klimawandels wieder – insbesondere in Rheinland-Pfalz, wo 42 Prozent der Landesfläche von Wald bedeckt sind. Der Gesundheitszustand der Bäume steht deshalb im Blickpunkt der Waldzustandserhebung, die Landesforsten in diesem Jahr zum 30. Mal in Rheinland-Pfalz organisiert. Spezialisten der Forstämter im ganzen Land begutachten derzeit rund 11.500 Probebäume. Die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt leitet das Projekt und wertet die Daten aus. Im Herbst wird Forstministerin Ulrike Höfken die Ergebnisse in Mainz vorstellen. Noch bis Ende Juli begutachten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Landesforsten die ausgewählten Bäume anhand ihres Kronenzustands. An jedem Aufnahmepunkt sind 24 Bäume für die Erhebung markiert. Ein hoher Anteil dieser Bäume wurde bereits bei der ersten Waldzustandserhebung 1984 ausgewählt und seitdem regelmäßig begutachtet. Wie das Umwelt- und Forstministerium mitteilt, haben sich in den vergangenen 30 Jahren die Umwelteinflüsse erheblich verändert. So standen bei der ersten Erhebung noch die Schäden der Luftschadstoffeinträge und des „Sauren Regens“ in unseren Wäldern im Vordergrund. Es zeigte sich schnell, dass zur Beurteilung der Waldschäden möglichst alle Belastungsfaktoren für den Wald berücksichtigt werden müssen. Neben den Luftschadstoffen beeinträchtigen beispielsweise auch Witterungsextreme, Insektenfraß und Pilzbefall unsere Waldökosysteme und die vielfältigen Waldfunktionen. In den letzten Jahren gewann der Einfluss des Klimawandels an Bedeutung. So wurde die Waldzustandserhebung im Laufe der Jahre immer weiter entwickelt und zu einem der umfangreichsten und langfristigsten Umweltmonitoringprogramme überhaupt.

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