Erste statistische Ergebnisse zum Berufsanerkennungsgesetz


Mehr als 620 Anträge auf Anerkennung ausländischer Berufsqualifikation – Erste Zahlen zum Anerkennungsgesetz

Bad Ems, 16.07.13. Im Jahr 2012 beantragten in Rheinland-Pfalz 378 Frauen und 246 Männer die Anerkennung ihrer ausländischen Berufsqualifikation. Das teilte das Statistische Landesamt in Bad Ems auf Basis erster vorläufiger Berechnungen mit. Das seit April 2012 geltende Anerkennungsgesetz gewährt Personen mit ausländischer Berufsqualifikation, die in Deutschland arbeiten wollen, den Anspruch auf eine individuelle Gleichwertigkeitsüberprüfung ihrer beruflichen Qualifikation. Bis Ende des Jahres 2012 waren 57 Prozent der Verfahren abgeschlossen. In der Mehrzahl dieser Fälle konnte eine vollständige Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsqualifikation mit einem deutschen Referenzberuf festgestellt werden (89 Prozent). Diese hohe Erfolgsquote geht sicherlich auch darauf zurück, dass wenig erfolgversprechende Anerkennungsanträge oft noch vor der endgültigen Entscheidung zurückgezogen werden und dann nicht in der Statistik auftauchen. Die mit Abstand meisten Antragstellerinnen und Antragsteller strebten eine Anerkennung im Bereich der medizinischen Gesundheitsberufe an (72,9 Prozent). Bei diesen reglementierten Berufen, zu denen beispielsweise die Kranken- und Altenpflege sowie der Arztberuf gehören, ist die erfolgreiche Gleichwertigkeitsprüfung Voraussetzung für die Berufsausübung. Anders ist dies bei den nicht reglementierten Berufen, deren Berufszugang formal nicht von der Berufsanerkennung abhängig ist. Auf den Bereich der nicht reglementierten Berufe entfielen fast ein Fünftel aller Anträge. Die meisten Antragstellerinnen und Antragsteller hatten ihre Ausbildung in der Europäischen Union (285) oder dem übrigen Europa (189) absolviert, weitere 102 Personen in einem asiatischen Land.

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