Manager wollen Mindestlohn


Forsa-Umfrage: Manager plädieren für gesetzlichen Mindestlohn

DGB-Landesvorsitzender Dietmar Muscheid: „Nun ist es an der Politik, endlich die entsprechenden Weichen zu stellen.“

Mainz, 16.07.13. „Offensichtlich hat auch bei den Managern ein Umdenken zum Thema Mindestlohn stattgefunden“, erklärt der rheinland-pfälzische DGB-Landesvorsitzende Dietmar Muscheid. Er bezieht sich dabei auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag des Handelsblattes. Demnach sprechen sich 57 Prozent der Manager für einen gesetzlichen Mindestlohn aus, in der Dienstleistungsbranche plädieren sogar 61 Prozent der Manager dafür. Die Befürworter halten im Durchschnitt einen Mindestlohn von 8,88 Euro je Stunde für angemessen. „Entgegen anderslautenden Unkenrufen geht auch die Mehrheit der Manager davon aus, dass eine solche Lohnuntergrenze keine negativen Folgen für die Unternehmen haben würde“, sagt Muscheid. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn sei längst überfällig. Muscheid verweist auf den Gesetzentwurf zum Mindestlohn, den Rheinland-Pfalz gemeinsam mit sechs anderen Bundesländern in den Bundesrat eingebracht hat. „Dieser Weg muss jetzt konsequent zu Ende gegangen werden. Nun ist es an der Bundesregierung, endlich die Zeichen der Zeit zu erkennen und die entsprechenden Weichen zu stellen“, erklärt Muscheid. Die positiven Effekte von höheren Löhnen seien eindeutig, so Muscheid: „Sie bedeuten einerseits mehr Einnahmen und verringern andererseits die staatlich finanzierten Lohnaufstockungen. Dadurch entsteht Raum für neue Investitionen.“

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