Neuer Chef in der Landeszentrale für politische Bildung


Politische Bildung

Wolfgang Faller übernimmt die Leitung der Landeszentrale für politische Bildung in Rheinland-Pfalz

Mainz, 16.07.13. Neuer Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz ist seit gestern Wolfgang Faller. Dies teilte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen mit. Der studierte Politikwissenschaftler und Soziologe arbeitete nach dem Studium in der Erwachsenenbildung und war seit 2011 bereits im Kuratorium der Landeszentrale für politische Bildung aktiv. Zuletzt war der 53-Jährige 16 Jahre lang Geschäftsführer und Programmverantwortlicher der Heinrich Böll Stiftung in Rheinland-Pfalz, wo er zahlreiche Projekte leitete. „Wolfgang Faller ist mit dem breiten Spektrum der politischen Bildung in Rheinland- Pfalz bestens vertraut. Er hat dank seiner Expertise und Erfahrung eine sehr genaue Vorstellung davon, wie sich Bildungsinstitutionen und dort transportierte Themen weiterentwickeln müssen, wenn sie mit gesellschaftlichen Entwicklungen Schritt halten sollen. Dabei ist Wolfgang Faller ein Teamplayer und bestens mit anderen Institutio- nen und Akteurinnen und Akteuren im Umfeld der politischen Bildung vernetzt. Viele Veranstaltungen, die unter seiner Leitung stattfanden, waren Kooperationen, die nur ein guter Netzwerker zu Wege bringt. Für seine neue Aufgabe wünsche ich Wolfgang Faller alles Gute“, unterstrich Doris Ahnen. Die Landeszentrale unterstützt die politische Bildung in Rheinland-Pfalz vor allem durch die Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen und die Förderung von spe- ziellen Angeboten dort, aber auch mit einer ganzen Reihe eigener Veranstaltungen und Fachtagungen. Die von ihr herausgegebenen Schriften sowie die Bestände der Bibliothek in Mainz mit mehr als 12.000 Büchern und 55 verschiedenen Zeitschriften stehen allen Bürgerinnen und Bürgern offen. Persönliche Glückwünsche zum Amtsantritt überbrachte heute Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann. Die Leitung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland- Pfalz stand zur Wiederbesetzung an, nachdem Dr. Dieter Schiffmann in den Ruhe- stand getreten war. Auch Beckmann hob dabei den reichen Erfahrungsschatz von Faller im Bereich der politischen Bildung hervor. Für die Heinrich Böll Stiftung hatte Faller etwa das „Interkulturelle Zentrum“ (IKUZ) in Mainz aufgebaut und brachte hier das im Rahmen eines EU-Programms geförderte Projekt „KONTAKTE“ auf den Weg. Ziel dieses Projekts war es, die Arbeit gegen rassistische Tendenzen in der Gesellschaft mit arbeitsmarktbezogenen Fördermaßnahmen – beispielsweise Sprachkurse zur Förderung der Integration – zu kombinieren. Faller leitete auch das Böll-Stiftungsprojekt „Vielfalt“, das den Aufbau von Kommunikationsplattformen für zivilgesellschaftliche Gruppen zum Ziel hat und diese im Kampf gegen Rechtsextremismus unterstützt. Zudem fielen Qualifizierungsmaßnahmen von Lehramtsstudierenden mit dem Ziel der sprachlichen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund in seinen Verantwortungsbereich. Neben Integration und Rechtsextre- mismus bildeten in seiner bisherigen Arbeit auch die Umweltpolitik, die Nahost-Politik und Gleichstellungsfragen Schwerpunkte.

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