Friedensmahnmal und Biotopkette zum Erwandern


Sommertour der Umweltministerin

Ministerin Höfken eröffnet neuen Westwallweg in der Eifel: „Mahnmal und Lebensraum für Tiere und Pflanzen“

Mainz, 23.07.13. Zum Start ihrer diesjährigen Sommertour hat Umweltministerin Ulrike Höfken am Dienstag den neuen Westwallwanderweg „Islek“ in der Eifel eröffnet. „Die Ruinen des Westwalls sind ein Mahnmal der Geschichte und erinnern an die verbrecherische Politik der Nationalsozialisten. Zugleich sind sie Rückzugsraum für zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten“, betonte Höfken. Ihr Ministerium erarbeite derzeit gemeinsam mit anderen Ressorts einen Gesetzentwurf zur Gründung einer Stiftung zum Erhalt des Westwalls: „Mit der Übernahme der Ruinen zu Beginn des Jahres vom Bund hat sich das Land Rheinland-Pfalz dazu verpflichtet, die Anlagen zu sichern. Aufgabe der Stiftung wird es zudem sein, Naturschutzmaßnahmen zu entwickeln sowie Denkmalschutz und friedenspolitische Initiativen zu ermöglichen.“ Der neue, zwölf Kilometer lange „Islek-Rundweg“, benannt nach dem gleichnamigen Naturraum, konnte im Rahmen der Bodenordnungsverfahren zwischen Heckhuscheid und Leidenborn realisiert werden. Pilothaft wurde mit den Akteuren vor Ort ein Konzept entwickelt und zwischenzeitlich umgesetzt, welches denkmalpflegerische, naturschutzfachliche wie auch touristische Aspekte vereinen soll. In nächster Zeit werden entsprechende Hinweistafeln erarbeitet. „Hier wird uns Geschichte vor Augen geführt, das ist wichtig, um daraus lernen zu können“, stellte die Umweltministerin fest und erinnerte daran, dass der aus rund 22.000 Bunkern und anderen Betonanlagen bestehende Westwall einst von den Nationalsozialisten als Befestigungswerk gegen den Westen errichtet wurde, um vor allem den Angriffskrieg im Osten zu führen. „Heute hat die Natur den Raum für sich zurückerobert. Die Ruinen bilden einen überregionalen Biotopverbund, in dem Wildkatzen, Fledermäuse, Amphibien, aber auch seltene Moose und Farne ein Zuhause gefunden haben. Die Umweltministerin bedankte sich insbesondere beim Umweltverband BUND, der den Westwall mit seinem Projekt „Grüner Wall im Westen“ in den Blickpunkt gerückt habe. „Ich bin froh, dass wir den BUND und zahlreiche weitere Akteure für die Mitarbeit an der neuen Stiftung gewinnen konnten. Gemeinsam werden wir eine Konzeption für die Anlagen entwickeln, die der historischen Sensibilität und den ökologischen Interessen Rechnung trägt“, so Höfken. Die 25 Millionen Euro, die das Land im Zuge der Übernahme vom Bund bekommt, seien dafür eine gute Grundlage.

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