LZG gibt Tipps für Sport bei Hitze


Hitzefrei fürs Bewegungsprogramm?

Landeszentrale für Gesundheitsförderung gibt Tipps für Sport im Sommer

Mainz, 24.07.13. Sommer, Sonne, Sport – das gute Wetter lockt vor die Tür, Sonnenstrahlen liefern neue Energie und man könnte mal wieder die Sportschuh packen und sich bewegen. Tendenziell genau richtig, doch gerade in der heißen Jahreszeit sollte man ein paar Regeln beachten. Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) warnt: Bei hochsommerlichen Temperaturen kann der Kreislauf schnell Probleme bereiten, wenn man ihm zu viel zumutet. „Generell gilt, ein Hitzefrei fürs Bewegungsprogramm ist nicht notwendig. Bei sehr hohen Temperaturen ist es aber besser einen Gang zurückschalten und sportliche Höchstleistungen zu vermeiden“, so der Vorsitzende der LZG, Sanitätsrat Dr. Günter Gerhardt. Bei vielen Menschen reagiert der Kreislauf äußerst sensibel auf Hitze. Die Gefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt und die Blutzirkulation wird schlechter. Schwindelgefühle, Kopfschmerzen und Übelkeit machen sich breit. Im schlimmsten Falle kann es zu einem Sonnenstich oder Hitzschlag kommen. Zwar kann sich der Körper bis zu einem gewissen Grad an die hohen Temperaturen anpassen, doch trotz alledem gelangt unsere Leistungsfähigkeit im Sommer schneller an ihre Grenze. Was ist also bei Sport im Sommer zu beachten? Sportliche Betätigungen sind am besten in den frühen Morgenstunden aufgehoben, wenn Sonneneinstrahlung und Ozonwerte gering sind. Während der größten Mittagshitze sollten übermäßige Anstrengungen und Ausdauersportarten vermieden werden. Am späten Nachmittag ist die Ozonbelastung besonders hoch. Deshalb ist es auch dann besser, anstrengende Aktivitäten zu meiden. Wichtig bei Bewegung an heißen Tagen: Ausreichend trinken! Bei längeren Aktivitäten empfiehlt es sich immer, eine Flasche Wasser griffbereit zu haben. Dabei sollte man lieber öfter kleine Mengen trinken als gleich die ganze Flasche auf einmal. Wenn sich nämlich der Magen mit Flüssigkeit füllt, sinkt die Leistungsfähigkeit. Im Sommer empfiehlt es sich, leichte Sportbekleidung zu tragen, am besten eignet sich Funktionskleidung. Dabei gelten beim Sport dieselben Voraussetzungen, wie fürs Sonnenbaden: Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme sollten nicht fehlen. Nach dem Sport den Körper langsam abkühlen lassen. „Gönnen Sie ihm eine Nachschwitzphase von 10 oder 15 Minuten vor dem Duschen. Wenn der Körper stark erhitzt ist, sind eiskalte Duschen gefährlich“, warnt Dr. Gerhardt. Egal, wie sehr man sich nach einer direkten Abkühlung sehnt, besser ist es, etwas zu warten oder das Wasser lauwarm einzustellen. „Vermeiden Sie Überanstrengungen! Wenn Kopfschmerzen oder Herzrasen auftreten, sollten Sie Ihr Training unbedingt abbrechen und den Schatten aufsuchen“, rät der Sanitätsrat. Bessern sich die Symptome dann nicht, ist ein Arztbesuch anzuraten. Am besten sollte das Sportprogramm bei hohen Temperaturen ins Freibad verlegt werden. Schwimmen ist die ideale Bewegungsform für den Sommer, da das kühle Wasser den Körper vor dem Überhitzen schützt. Sonnenstich und Hitzschlag – die Schattenseiten des Sommers Wenn die Sonne längere Zeit auf den Kopf oder das Genick scheint, kann es zu einer Reizung der Hirnhäute kommen – ein Sonnenstich entsteht. Meist haben die betroffenen Menschen einen heißen und hochroten Kopf. Sie leiden unter Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen, Nackensteifigkeit, oft sogar an Übelkeit und Erbrechen. Der Rest des Körpers hat normalerweise eine normale Temperatur. Schuld am Sonnenstich sind übrigens nicht, wie früher angenommen, die UV-Strahlen. Es handelt sich vielmehr um ein thermisches Problem. Besonders gefährdet sind Menschen mit lichtem Kopfhaar sowie Babys und Kleinkinder. Noch gefährlicher als der Sonnenstich ist der Hitzschlag. Er wird durch körperliche Überanstrengung in einer heißen Umgebung ausgelöst. Bei einem Hitzschlag ist im Gegensatz zum Sonnenstich der gesamte Körper überhitzt. Er kann Temperaturen von über 40 °C erreichen, die Haut ist heiß und trocken. Der Betroffene ist matt und sein Bewusstsein mitunter getrübt. Ist das Temperatur-Regulationssystem des Körpers einmal außer Gefecht gesetzt, versagt auch die kühlende Schweißproduktion. Es entsteht ein Wärmestau, der zur Bewusstlosigkeit und schlimmstenfalls zum Tod führen kann.

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